Gesunde Arbeit

Jahresbericht 2015 der EU-OSHA präsentiert

Der Jahresbericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz fasst die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2015 zusammen. Sie waren geprägt von der Antizipation des Wandels in der Arbeitswelt und der Anpassung an diese Veränderungen sowie von der Bewältigung der mit ihnen verbundenen Risiken und Herausforderungen.
EU-OSHA
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Das Jahr 2015 war mit seinen Errungenschaften und Herausforderungen ein weiteres ereignisreiches Jahr für die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Im Jahresbericht 2015 sind die wichtigsten Ereignisse des Jahres beschrieben. Sie waren geprägt von der Antizipation des Wandels in der Arbeitswelt und der Anpassung an diese Veränderungen sowie von der Bewältigung der mit ihnen verbundenen Risiken und Herausforderungen. In diesem Jahr wurde auch die Kampagne der EU-OSHA „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ abgeschlossen.

 „Die Arbeitsplätze sind zunehmend dem Wettbewerb unterworfen, und die Weiterentwicklung der Technologien vollzieht sich in rasantem Tempo. Daher ist es wichtig, dass wir uns an diese Veränderungen anpassen und zusammenarbeiten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.“
Christa Sedlatschek


Die Direktorin der EU-OSHA, Dr. Christa Sedlatschek, erläutert, inwiefern das Jahr 2015 vom Wandel geprägt war: „Immer mehr Tätigkeiten werden außerhalb traditioneller Arbeitsplätze angesiedelt, die Arbeitsplätze sind zunehmend dem Wettbewerb unterworfen, und die Weiterentwicklung der Technologien vollzieht sich in rasantem Tempo. Zudem führt der demografische Wandel zu einer alternden Erwerbsbevölkerung in Europa. Daher ist es wichtig, dass wir uns an diese Veränderungen anpassen und zusammenarbeiten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Schritte in diese Richtung hat die EU-OSHA 2015 mit der Veröffentlichung von Artikeln mit Fachbeurteilungen zu drei neuen und aufkommenden Risiken und ihren Auswirkungen auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit unternommen: Crowdsourcing, leistungsverstärkende Arzneimittel und Robotertechnik.“

Das Berichtsjahr war für eines der Vorzeigeprojekte der EU-OSHA, die Europäische Unternehmenserhebung zu neuen und aufkommenden Risiken (ESENER), von besonderer Bedeutung. Laut den Ergebnissen der Erhebung ESENER-2 sind die am weitesten verbreiteten Gefährdungen an Arbeitsplätzen in Europa psychosoziale Risiken (bei 58 % der Arbeitsplätze in der EU wird z. B. angegeben, dass der Umgang mit schwierigen Kunden ein Risikofaktor ist) sowie Risiken in Bezug auf Muskel- und Skeletterkrankungen (bei 56 % der Arbeitsplätze wird z. B. angegeben, dass die Arbeit in ermüdenden oder schmerzhaften Haltungen geleistet wird). Die Erhebung ESENER-2 zeigt außerdem, wie wichtig Gefährdungsbeurteilungen für die Bewältigung von Risiken sind. Diese Ergebnisse können nun bequem über das neue interaktive Online-Dashboard der EU-OSHA abgerufen werden.

Im September wurden die zentralen Ergebnisse des wichtigen Pilotprojekts der EU-OSHA zu älteren Arbeitnehmern „Sicherere und gesündere Arbeitsplätze in jedem Alter“ politischen Entscheidungsträgern, Experten aus dem Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Vertretern der Sozialpartner in Brüssel vorgestellt. Auf dieser Konferenz fanden Diskussionen über die Schwerpunktthemen Altern, geschlechtersensibler Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Systeme für die Rehabilitation und die Rückkehr an den Arbeitsplatz statt.

Die Evaluierung des Projekts "Interaktives Online-Tool zur Gefährdungsbeurteilung (OiRA)"  der EU-OSHA ergab, dass die Interessenträger mit der Entwicklung des Projekts sehr zufrieden sind. Bis Ende 2015 belief sich die Zahl der OiRA-Tools auf insgesamt 86, und 30 weitere befanden sich in der Entwicklung. Ferner wurde mit OiRA 2.0 eine neue Benutzeroberfläche in Betrieb genommen, die die Nutzererfahrung verbessern soll. Als Höhepunkt des Jahres wurde das Projekt OiRA im November im Rahmen des europäischen Verwaltungspreises European Public Sector Award mit dem Zertifikat für gute praktische Lösungen „Best Practice Certificate“ ausgezeichnet.

Der Gipfel zum Thema „Gesunde Arbeitsplätze“, die Abschlussveranstaltung der Kampagne Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen, fand im November in Bilbao statt und war dem Gedenken an Dr. Eusebio Rial González (1966-2014) gewidmet. An diesem Gipfel nahmen unter anderem über 300 Experten aus dem Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, politische Berater und Entscheidungsträger teil.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der EU-OSHA geben einen Überblick über die Leistungen der Agentur im Jahr 2015, gemessen an ihren Zielvorgaben. Danach geben 92 % der Interessenträger an, von der EU-OSHA bereitgestellte Informationen genutzt zu haben, wobei 48 % sie für den Informationsaustausch verwenden, 39 % für politische Entscheidungen oder die Umsetzung von Maßnahmen auf Unternehmensebene, 38 % für die Weiterverbreitung und 37 % für weitere Untersuchungen. Auch die Ergebnisse der Evaluierung der Kampagne für Gesunde Arbeitsplätze 2012/2013, „Partnerschaft für Prävention“, und die Analyse der Umfrage zum Projekt OiRA bestätigen die guten Leistungen der Agentur.

In das Jahr 2015 fiel schließlich auch die Onlinestellung der neuen Website der Agentur und der überarbeiteten Napo-Website. Das neue Aussehen und die neue Handhabung der beiden Websites ermöglichen eine leichtere Bedienung und ihre Nutzung auf mobilen Geräten.

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