Gesunde Arbeit

29.1.2019: Kranke Arbeitsbedingungen – arbeitsbedingte Erkrankungen

69. Treffpunkt Sicherheitsvertrauenspersonen aktuell

Wann29. Jänner 2019, 14.00-16.30 Uhr WoAK Bildungszentrum, Großer Saal, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien WerAK Wien, ÖGB

Arbeitsbedingte Erkrankungen sind Erkrankungen, bei denen die Arbeitswelt als verursachender oder als verschlimmernder Faktor eine entscheidende Rolle spielt. Häufig handelt es sich dabei um Muskel- und Skeletterkrankungen, Atemwegserkrankungen oder psychische Erkrankungen.

Bereits etwa die Hälfte aller Erkrankungen sind arbeitsbedingt oder arbeitsassoziiert. Sie nehmen zu und belasten durch hohe Kosten unser Gesundheitssystem. Die Ursachen arbeitsbedingter Erkrankungen sind komplex und vielfältig, weshalb die betriebliche Prävention massiv ausgebaut werden muss. Wir wollen daher einen Überblick über dieses Themenfeld geben.

Krebsgefahr am Arbeitsplatz – Prävention hat Priorität
Krebserkrankungen sind oftmals das Ergebnis einer jahrelangen oder sogar über Jahrzehnte langen Exposition von krebserzeugenden Arbeitsstoffen. Diese Arbeitsstoffe stellen eine massive und teilweise unterschätzte Bedrohung für die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen dar. EU-weit sterben jährlich etwa 100.000 Menschen und in Österreich 1.820 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Die Erkennung dieser Gefahren und die verstärkte Prävention solcher Krebsrisiken sind besonders wichtig.

Muskelerkrankungen – zeitlose Herausforderung ohne Lösung?
Muskel- und Skeletterkrankungen sind kein Ergebnis einer vergangenen Arbeitswelt, sondern stellen nach wie vor ein enormes Problem dar. Innerhalb der EU klagt ein Viertel der ArbeitnehmerInnen über Rücken- und Muskelschmerzen. Ergonomische Erkenntnisse, welche seit Jahrzehnten bekannt sind, werden in der Praxis nur schleppend umgesetzt. Was kann getan werden?

Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen und Forderungen für eine moderne Arbeitswelt
Überlange Arbeitszeiten, steigender Druck, ständige Erreichbarkeit und andere arbeitsbedingte Gefahren machen krank. Psychische Erkrankungen sind oft die Folge dieses gesundheitlichen Raubbaus. Welche Auswirkungen haben arbeitsbedingte psychische Erkrankungen und was bedeutet das für Betroffene, ArbeitgeberInnen und Volkswirtschaft? Klar ist, was für die Prävention psychischer Erkrankungen erforderlich ist, gilt auch für andere Bereiche der Arbeitswelt. Es bedarf dringend eines zeitgemäßen ArbeitnehmerInnenschutzes am Puls der Zeit. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über arbeitsbedingte Erkrankungen und die Notwendigkeit zeitgemäßer betrieblicher Prävention sowie wirkungsvoller gesetzlicher Vorgaben.

Programm

Begrüßung
Renate Blauensteiner, Vizepräsidentin AK Wien

„Krebsgefahr am Arbeitsplatz – Prävention hat Priorität“
Dr.in Brigitte Schigutt, Arbeitsmedizinerin

„Arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen – eine zeitlose Herausforderung ohne Lösung?“
Mag.a Julia Lebersorg-Likar, Fachgruppe Ergonomie, AUVA

„Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen und Forderungen für eine moderne Arbeitswelt“
Mag.a Johanna Klösch, Abteilung Sicherheit, Gesundheit und Arbeit, AK Wien

Diskussion

Moderation
Dr.in Ingrid Reifinger, Abteilung Sozialpolitik-Gesundheitspolitik, ÖGB

Kleiner Imbiss

Diese Veranstaltung gilt für Sicherheitsvertrauenspersonen als Weiterbildungsveranstaltung gemäß §10 Abs. 6 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz.

Anmeldungen bitte bis Montag, 21. Jänner 2019
per Mail an ivana.sakic@akwien.at oder
auf der Website der AK Wien

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