Gesunde Arbeit

UV-Belastungen bei Arbeiten im Freien

ArbeitnehmerInnen im Freien sind einer erhöhten arbeitsbedingten UV-Strahlung ausgesetzt. Sie haben ein 2–3-mal höheres Risiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung, an bestimmten Hautkrebsarten zu erkranken! Aufgrund des Klimawandels ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Konsequente Sonnenschutzmaßnahmen sind wichtiger denn je!
Gruppe bei Workshop Die Auswirkungen der UV-Strahlung hängen auch vom Hauttyp ab – Sonnenschutz ist in jedem Fall angebracht.

Sonne und Wärme erzeugen beim Menschen generell eine positive Stimmung. Während in der Freizeit das Ausmaß der UV-Belastung selbst bestimmt werden kann, sind mehrere Hunderttausend ArbeitnehmerInnen wie DachdeckerInnen, BauarbeiterInnen, StraßenarbeiterInnen, Landwirte und Landwirtinnen etc. in Österreich täglich einer UV-Belastung ausgesetzt.

UV-Strahlung ist unsichtbar
Die natürliche UV-Strahlung ist jener Anteil des elektromagnetischen Spektrums, der an das blaue/violette Licht angrenzt und für unser Auge nicht mehr sichtbar ist. Nach der biologischen Wirksamkeit unterscheidet man die UVA-, UVB- und UVC-Strahlung, wobei nur 10 Prozent der UVB- und UVA-Strahlung die Erdoberfläche erreichen, der Rest wird von der Ozonschicht absorbiert.

Die Stärke der UV-Strahlung ist jeweils abhängig von: Sonnenstand (tageszeitlich am höchsten um 13 Uhr, jahreszeitlich am 21. Juni; die UV-Belastung ist Ende April gleich hoch wie Mitte August!), Seehöhe, Ozongehalt, Bewölkung und reflektierenden Oberflächen.


Eine Gefahr für Haut und Augen
Die UV-Strahlung wirkt auf Haut und Auge. Die Pigmentierung (Bräunung) wird durch die Bildung von Melanin hervorgerufen und ist ein Selbstschutz bzw. Anpassungsmechanismus der Haut. Bei zu hoher UV-Belastung kommt es zu einer Überforderung des Reparaturmechanismus, sodass Krebszellen entstehen. Ein Sonnenbrand ist eine akute Hautschädigung und einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades gleichzusetzen. Je höher die Anzahl der Sonnenbrände, umso höher ist das Hautkrebsrisiko! UV-Strahlung führt auch zu einer frühzeitigen Hautalterung, schwächt das Immunsystem, kann Sonnenallergien auslösen, fördert aber auch die Vitamin-D3-Produktion. Am Auge führt die UV-Strahlung zu Horn- und Bindehautentzündungen und begünstigt eine frühzeitige Entstehung des grauen Stars.

Die Auswirkungen auf die Haut hängen auch vom Hauttyp ab. Je nach körperlichen Merkmalen, wie Sommersprossen etc., und Reaktionen auf die Sonne, wie Bräunungsgeschwindigkeit, unterscheidet man vier Typen. Je „dunkler“, umso besser ist man geschützt.


Schutzmaßnahmen
Bei den Schutzmaßnahmen sind neben technischen (wie Beschattung) und organisatorischen (wie Arbeitseinteilung) gerade in diesem Fall die persönlichen Schutzmaßnahmen hervorzuheben. Am wichtigsten ist der textile Schutz: Shirt, Kappe, Nackentuch etc., und am besten solche Kleidungsstücke, die mit einem UV-Schutzfaktor (UPF) gekennzeichnet sind. Die unbedeckten Körperstellen sind mit einer ausreichenden Menge Sonnencreme zu versorgen. Diese soll wasserfest, für UVA- und UVB-Strahlung ausgelobt sein und mindestens den Sonnenschutzfaktor 30 haben. Die Sonnenbrille schützt auch vor Blendungen!

Wichtig: Muttermale regelmäßig kontrollieren bzw. bei Veränderungen sofort zum Arzt gehen!

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Eine Initiative von ÖGB und ÖGB © Gesunde Arbeit 2019