Gesunde Arbeit

Offener Brief der Handelsangestellten an den Bundeskanzler: Wir haben uns Wertschätzung verdient!

In einem offenem Brief an den Bundeskanzler fordern VertreterInnen der Handelsangestellten das Ende der Maskenpflicht für Handelsangestellte mit 3-G-Nachweis und die Auszahlung eines Corona-Bonus.
Die Handelsangestellten fordern das Ende der Maskenpflicht für Handelsangestellte mit 3G-Nachweis und die Auszahlung eines Corona-Bonus.
Verkäuferin in einem Supermarkt Die Handelsangestellten fordern das Ende der Maskenpflicht für Handelsangestellte mit 3G-Nachweis und die Auszahlung eines Corona-Bonus.

Offener Brief:

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA wenden wir uns an Sie im Namen von 75.500 Angestellten im Lebensmittel- und Drogeriehandel, die wir in unseren Unternehmen Billa, Billa Plus, Interspar, Spar, Lidl, Hofer, DM und Bipa direkt vertreten.

Unsere Kräfte sind nach über 15 Monaten pandemischer Ausnahmesituation am Ende. Wir Handelsangestellte sind systemrelevant und haben diese Verantwortung mit großem Einsatz wahrgenommen. Für viele von uns war das vergangene Jahr das härteste in unserem Berufsleben.

Von der Regierung fühlen wir uns dabei im Stich gelassen. Daher wenden wir uns mit diesem offenen Brief mit zwei zentralen Anliegen an Sie:


Erstens: Wir fordern Sie auf, die Maskenpflicht für Handelsangestellte mit 3-G-Nachweis zu beenden. Im Supermarkt wird von einer Beschäftigten etwa eine Tonne Obst und Gemüse am Tag verräumt – gerade bei der momentanen Hitze ist das mit Maske nicht zumutbar. Wenn bereits Konzerte und ähnliche Veranstaltungen ohne Maske mit 3-G-Nachweis möglich sind, dann muss eine solche Regelung auch für uns Handelsangestellte umgesetzt werden.

Zweitens: Wir fordern Sie auf, den Heldinnen und Helden der Krise, wie die Handelsangestellten im vergangenen Jahr oft genannt wurden, seitens der Bundesregierung einen Corona-Bonus auszuzahlen. Für die unglaubliche Leistung, die die Kolleginnen und Kollegen in den Märkten für unsere Gesellschaft als Ganzes erbracht haben, die auch zur Aufrechterhaltung des täglichen Lebens in hohem Maße ausschlaggebend war, muss die Republik auch monetäre Wertschätzung zeigen.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir Handelsangestellte haben uns Wertschätzung verdient. Vergessen Sie nicht auf jene Gruppe, die die Gesellschaft – gemeinsam mit vielen anderen – am Laufen gehalten hat.

Mit besten Grüßen

Martin Müllauer, Vorsitzender des Bereichs Handel in der Gewerkschaft GPA
Anita Palkovich, Kollektivvertragsverhandlerin für den Handel in der Gewerkschaft GPA
Werner Hackl, Betriebsratsvorsitzender Billa und Billa Plus
Sabine Eiblmaier, Zentralbetriebsratsvorsitzende Interspar
Elfride Stuphan, Betriebsratsvorsitzende Stv. Spar öster. Warenhandels AG Ost
Michael Wörthner, Betriebsratsvorsitzender Lidl Österreich GmbH
Markus Aunitzki, Betriebsratsvorsitzender Hofer KG
Josef Hager, Betriebsratsvorsitzender DM Drogerie Markt GmbH
Dagmar Wagner, Betriebsratsvorsitzende Bipa Parfümerie GmbH

im Namen von 75.500 Angestellten im Lebensmittel- und Drogeriehandel

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