Gesunde Arbeit

Nationaler Aktionsplan für Frauengesundheit

Mit dem Nationalen Aktionsplan für Frauengesundheit soll das Thema Frauengesundheit ins Zentrum rücken. Ziel ist es, alle AkteurInnen im Gesundheitswesen für genderspezifische Aspekte in Prävention und Gesundheitsversorgung zu sensibilisieren, Forderungen zu erarbeiten, zu bündeln und umzusetzen.
Den Aktionsplan gibt es. Jetzt liegt der Ball bei der neuen Bundesregierung.
Mit dem Nationalen Aktionsplan für Frauengesundheit soll das Thema Frauengesundheit ins Zentrum rücken. Den Aktionsplan gibt es. Jetzt liegt der Ball bei der neuen Bundesregierung.

Frauengesundheit darf nicht als isolierte Angelegenheit des Gesundheitswesens betrachtet werden. Die Arbeits- und Lebensrealitäten der Frauen werden wesentlich durch soziale Faktoren bestimmt, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Dabei spielen Geschlechtsunterschiede, Geschlechterrollen, Alter, Familien- und Lebensform, ethnische Zugehörigkeit, Bildung und Einkommen eine entscheidende Rolle. Im Erwerbsalter wirken sich belastende Arbeitsbedingungen oder unzureichende familienunterstützende Rahmenbedingungen direkt auf die Gesundheit von Frauen aus.

Symptomatiken
Die Anforderungen von Frauen an das Gesundheitswesen wurden lange Zeit viel zu wenig beachtet. Dass es etwa bei Herzerkrankungen geschlechtsspezifische Unterschiede in der Symptomatik gibt, wurde erst in den 1980er-Jahren bekannt. Die Folge waren falsche oder zu späte Diagnosen. Die WHO begann sich ab den 1980er-Jahren mit der Frauengesundheitsforschung zu beschäftigen. Geschlechtsunterschiede werden seither in der Forschung zunehmend berücksichtigt, allerdings setzen sich diese Erkenntnisse in der Praxis oft nur zögerlich durch.

Realitäten
Um ein realistisches Bild der österreichischen Realität zu erhalten, haben sich ExpertInnen aus allen medizinischen Fachbereichen, aus Ministerien, Ländern, NGOs und Interessenvertretungen zusammengefunden und den Ist-Zustand analysiert. Im Rahmen dieses Aktionsplans wurden in der Folge entlang der Lebensphasen – Jugend, Alter, Berufsleben und altersübergreifender Aspekte – 17 Wirkungsziele und 40 Maßnahmen entwickelt.

Als Wirkungsziele wurden unter anderem die Förderung eines gendergerechten niederschwelligen Zugangs zur Gesundheitsversorgung, die Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung, die Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit für Frauen mit Migrationshintergrund und die Förderung einer gerechten Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit identifiziert.


Wie geht es weiter?
Der Aktionsplan wurde im Rahmen des ersten FrauenGesundheitsDialogs im Gesundheitsministerium im Mai 2017 einem Fachpublikum präsentiert. Beabsichtigt sind ein jährlicher Frauengesundheitsdialog und die Weiterentwicklung dieser Anliegen. Mit dem Aktionsplan wurde eine wichtige Grundlage geschaffen. Nun liegt der Ball bei der jetzigen Bundesregierung, ob sie das Thema entsprechend aufgreifen wird.

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