Gesunde Arbeit

Asbeststaub: Es geht um Ihre Gesundheit

Das Asbestnachsorgeprogramm der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) bietet individuelle Beratung und Untersuchungen für Betroffene, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit (auch vor vielen Jahren) mit Asbest konfrontiert waren. Früherkennung kann Leben retten!
Schlosser, Kfz-Mechaniker, Installateure zählen zu ehemals asbeststaubbelasteten Berufsgruppen.
Schlosser, Kfz-Mechaniker und Installateur bei ihrer Arbeit Schlosser, Kfz-Mechaniker, Installateure zählen zu ehemals asbeststaubbelasteten Berufsgruppen.

Der nachweislich krebsfördernde Baustoff Asbest wurde bereits in den 90er-Jahren in Österreich verboten. Dennoch sind heute noch viele Menschen – ExpertInnen sprechen von etwa 100.000 Betroffenen – durch eine frühere berufliche Asbeststaubbelastung krankheitsgefährdet. Asbestfaserbedingte Erkrankungen treten erfahrungsgemäß oft erst Jahrzehnte nach Beendigung der asbeststaubbelasteten Tätigkeit auf. Aus diesem Grund bietet die AUVA nachgehende Untersuchungen mit dem Ziel des frühzeitigen Erkennens von asbestbedingten Erkrankungen an. Auch Jahrzehnte nach dem Kontakt mit Asbeststaub können schwerste Erkrankungen, wie etwa Lungenkrebs, auftreten. Eine Inanspruchnahme dieser Betreuung liegt damit im Interesse jeder/jedes Betroffenen. Diese Untersuchungen werden von der AUVA angeboten, durch das BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum) organisiert und von ermächtigten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

Betroffenheit oft nicht bewusst: Gehören Sie zur Zielgruppe?
Ehemals beruflich asbeststaubbelastete ArbeitnehmerInnen ab dem 50. Lebensjahr aus verschiedenen Industriebereichen wie

  • Asbest verarbeitende Industrie,
  • chemische Industrie,
  • Stahlindustrie,
  • Kraftwerke, Schiffswerften u. a.
  • oder aus folgenden Berufsgruppen: Gummiwerker, Dachdecker, Kfz-Mechaniker, Elektriker, Schlosser, Installateur, Sanierer am Bau, Schienenbieger und -schweißer, Isolierer, Reifenbauer, Maler und Anstreicher, Industrieofenbauer, Ofenmaurer, Bremsbelaghersteller, Schweißer u. a.

Ziel dieser Nachsorgeaktion ist die Früherkennung einer Erkrankung, um die besten Voraussetzungen für eine Behandlung erreichen zu können. GesundheitsexpertInnen rechnen mit einem deutlichen Anstieg von speziellen Erkrankungen als Spätfolge der Schadstoffbelastung.

War ich in meinem früheren Berufsleben asbeststaubbelastet? Was kann ich tun?
Gehen Sie auf Nummer sicher: Wenden Sie sich an eines unserer Beratungszentren für Menschen mit beruflicher Asbestexposition in Ihrer Nähe und vereinbaren Sie einen Termin zur kostenlosen Beratung. Die AUVA hat das BBRZ Österreich beauftragt, österreichweit Beratungsstellen einzurichten, um betroffenen ArbeitnehmerInnen und Unternehmen kostenlose umfangreiche Informationen und individuelle Beratung zu bieten.

So nehmen Sie die kostenlosen Leistungen in Anspruch
Sie nehmen über die Serviceline 0820 820 100 oder direkt mit einem unserer Beratungszentren in Wien, Linz, Vöcklabruck, Kapfenberg, Klagenfurt und Innsbruck Kontakt auf und vereinbaren einen Termin für ein Beratungsgespräch. Im ersten Schritt informieren wir Sie detailliert über unsere Einrichtung und über die Inanspruchnahme der angebotenen Leistungen.

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