Gesunde Arbeit

Der Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ förderte bewährte praktische Verfahren für den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz

Am 12. und 13. November 2019 begrüßte die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) die europäischen Akteure im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Bilbao (Spanien) zum Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ 2019. Nach einer weiteren erfolgreichen zweijährigen Kampagne bot dieser Gipfel die perfekte Gelegenheit, über die daraus gewonnenen Erkenntnisse nachzudenken und bewährte praktische Verfahren für den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz auszutauschen.
Mitglieder der Österreichischen Delegation am Gipfel
Die Wiener Umweltanwaltschaft wurde für Ihre Datenbank zu Desinfektionsmitteln lobend erwähnt.
Die Wiener Umweltanwaltschaft wurde für Ihre Datenbank zu Desinfektionsmitteln lobend erwähnt.
Mitglieder der Österreichischen Delegation am Gipfel Mitglieder der Österreichischen Delegation am Gipfel
Gipfel Gesunde Arbeitsplätze 2019: Wettbewerb für gute praktische Lösungen Die Wiener Umweltanwaltschaft wurde für Ihre Datenbank zu Desinfektionsmitteln lobend erwähnt.

Führende Arbeitsschutzexperten und Entscheidungsträger aus ganz Europa schlossen sich mit EU-Institutionen und den nationalen Focal Points der EU-OSHA, offiziellen Kampagnenpartnern, Medienpartnern und Sozialpartnern zusammen, um Gedanken über die Ergebnisse und gesammelten Erfahrungen aus der Kampagne 2018-2019 "Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Arbeitsstoffe erkennen und handhaben" auszutauschen. Dabei teilten sie ihr Wissen und bewährte Verfahren und untersuchten zukünftige Strategien zur wirksamen Prävention und zum nachhaltigen Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen.

Sensibilisierung und Prävention
Viele europäische Arbeitnehmer sind täglich gefährlichen Arbeitsstoffen ausgesetzt, und der Einsatz gefährlicher Chemikalien nimmt zu. Wie aus der jüngsten ESENER-3-Umfrage aus dem Jahr 2019 hervorgeht, wurden von 38 % der europäischen Unternehmen potenziell gefährliche chemische oder biologische Arbeitsstoffe an ihren Arbeitsplätzen gemeldet. Die EU-OSHA-Kampagne 2018-2019 war bei der Sensibilisierung der Arbeitnehmer für die Gefahren und bei der Förderung einer Kultur der Prävention sehr erfolgreich.

Christa Sedlatschek über die Kampagne
Christa Sedlatschek, Exekutivdirektorin der EU-OSHA, hob die Entschlossenheit der Agentur bei der Schaffung einer Kultur der Risikoprävention hervor, und berichtet, wie sich dies auf den Erfolg der Kampagne ausgewirkt hat:
„Bei der Kampagne 2018-2019 wurde ein beispielloses Engagement an den Tag gelegt. Von den Focal Points der EU-OSHA wurden mehr als 350 Aktivitäten in über 30 Ländern mit mehr als 17 000 Teilnehmern organisiert. Der Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ bildet den krönenden Abschluss dieser erfolgreichen Kampagne, die durch die Bereitstellung praktischer Tools und Hinweise für unser Zielpublikum und durch unsere fortlaufende Beteiligung am Maßnahmenprogramm ‚Fahrplan zu Karzinogenen‘ weiter geführt wird.“


Workshops
Parallele Workshops – die veranstaltet werden, um die Diskussion unter den Delegierten anzuregen – konzentrierten sich auf:

  • Präventionsmaßnahmen zur Minimierung der Exposition gegenüber Karzinogenen bei der Arbeit
  • bewährte praktische Verfahren und Maßnahmen
  • einen nachhaltigen Umgang mit gefährlichen Substanzen und Ersatz für gefährliche Substanzen in Produktionsprozessen
  • zukünftige Aspekte einer wirksamen Prävention

Wettbewerb für gute praktische Lösungen
Ein Höhepunkt des Gipfels war die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen, mit dem die innovativen Beiträge der Unternehmen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und zur Förderung bewährter Lösungen gewürdigt werden. In diesem Jahr wurden zehn Organisationen für ihre proaktiven und nachhaltigen Ansätze zum Schutz der Arbeitnehmer vor gefährlichen Substanzen ausgezeichnet und gewürdigt.

In der Grundsatzrede erläuterte Greet Schoeters von der Europäischen Umweltagentur, wie wir aus der Vergangenheit lernen können, um daraus Wissen und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Vorgehensweisen zu gewinnen.


Kampagne 2020-2022 zu arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen
Die Abschlusssitzung der Veranstaltung befasste sich mit den Vorbereitungen für die Kampagne 2020-2022 zu arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen (Healthy Workplaces – Lighten the Load). Diese Kampagne, die erstmals in einem Dreijahreszyklus durchgeführt wird, soll für arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen (MSE) sensibilisieren und den Umgang mit diesem weit verbreiteten und äußerst relevanten Problem sowie dessen Prävention fördern.

Livestream
Der Gipfel wurde live im Internet übertragen und alle parallel stattfindenden Sitzungen wurden aufgezeichnet und auf der Website der EU-OSHA zur Verfügung gestellt.

Livestream auf der Gipfel-Website

Der Livestream ist verfügbar

  • am 12. November 2019 ab 14 Uhr und
  • am 13. November 2019 ab 9.30 Uhr.

Programm: Programm des Gipfels (in Englisch)

Website: www.healthy-workplaces.eu/de

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