Gesunde Arbeit

AKNÖ-Wieser fordert bessere Versorgung durch ArbeitspsychologInnen

Anlässlich des Welttages der Seelischen Gesundheit am Samstag, 10. Oktober, fordert AKNÖ-Präsident und ÖGB-NÖ-Vorsitzender Markus Wieser niederösterreichweit die psychosoziale Versorgung am Arbeitsplatz durch effektive Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge und den flächendeckenden Einsatz von ArbeitspsychologInnen. Nationale und internationale Studien liefern dafür klare Grundlagen. Die Menschen sind grundsätzlich gesund, aber es sind die Umstände, die sie krank machen.

Dazu AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. FH-Prof. Bernhard Rupp: "Wir haben mit der betrieblichen Gesundheitsvorsorge die Chance, vor Ort Vorsorge zu leisten und Hilfe anzubieten, und zwar für alle Erwerbstätigen. Dazu zählt nicht nur die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sondern auch konkrete Hilfestellungen für den gesunden Umgang mit beruflichen Belastungen."

Auch beim Einsatz von ArbeitspsychologInnen als SpezialistInnen für psychische Belastungen in den Betrieben hinkt Österreich im Europavergleich nach. Erst etwa 20 % der österreichischen Betriebe setzen PsychologInnen ein. Spitzenreiter beim PsychologInneneinsatz sind Finnland und Schweden mit knapp 60 %. Aber auch Länder wie Rumänien, Serbien oder Polen liegen vor Österreich.


Die AKNÖ fordert daher:

  • Prävention und Früherkennung direkt am Arbeitsplatz zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit und -Tätigkeit.
  • Unterstützung und Information über konkrete Möglichkeiten zur Wiederherstellung und Stärkung der psychischen Gesundheit.
  • Verbesserung der Kompetenzen von MitarbeiterInnen und Führungskräfte in Bezug auf ihre eigene psychische Gesundheit sowie die Gesundheit ihrer KollegInnen.

"Mit der Novelle des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes 2013 wurden in Österreich die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Es ist eine Aufforderung an die Sozialpartner und die Arbeitsinspektorate, dieses internationalen Benchmark ernstzunehmen und die Betriebe bei diesen neuen Herausforderungen tatkräftig zu unterstützen. Die AKNÖ steht mit ihren ExpertInnen und Schulungsangeboten dazu bereit", betont AKNÖ-Präsident Wieser.

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