Gesunde Arbeit

Nahrungsmittelintoleranz - am Beispiel Fruktose

Die Verwendung von Fruktose, also Fruchtzucker, wird gerne als gesunde Alternative zum Haushaltszucker gesehen. Bei manchen Menschen allerdings führt Fruchtzucker aufgrund einer Fruktoseintoleranz zu Beschwerden.

Erste Beschwerden einer Unverträglichkeit machen sich ungefähr eine halbe Stunde nach einer Obstmahlzeit bemerkbar.
Symptome sind Blähungen, schmerzhafte Bauchkrämpfe oder akuter Durchfall. Auf Dauer können zusätzlich Kreislaufbeschwerden, Müdigkeit und auch Kopfschmerzen auftreten.
Beobachten Sie derartige Reaktionen über einen längeren Zeitraum, sollten Sie unbedingt einen Unverträglichkeitstest machen lassen.
Dieser erfolgt über die Messung der ausgeatmeten Luft.

Intoleranz oder Allergie?

Gerne wird bei einer Lebensmittel-Unverträglichkeit etwas vorschnell von Allergie gesprochen.
Es gibt aber deutliche Unterscheidungskriterien:

  • Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern auf einen bestimmten Eiweißbestandteil der Nahrung - und zwar schon bei kleinsten Mengen.
  • Unter einer Nahrungsmittelintoleranz versteht man hingegen eine nicht-immunologische Reaktion des Körpers auf einen bestimmten Lebensmittelbestandteil. Die tolerierte Menge ist individuell ganz verschieden.

Die Auswirkungen sind in beiden Fällen recht unangenehm und zeigen ein ähnliches Spektrum an Symptomen.

Was können Sie bei Unverträglichkeit tun?

  • Meiden Sie Früchte mit hohem Fruchtzuckergehalt wie z.B. Äpfel, Melonen, Mango, Beeren, Kiwi, Tomaten, Artischocken sowie Honig.
  • Fügen Sie Obstgerichten zusätzlich Traubenzucker hinzu. Er unterstützt die Aufnahme von Fruchtzucker aus dem Dünndarm ins Blut. Bei sehr hohem Fruchtzuckergehalt (rund 15 g) reicht die transportstimulierende Wirkung von Traubenzucker jedoch nicht mehr aus.
  • Vermeiden Sie den Verzehr großer Mengen an Obst in kurzer Zeit. Verteilen Sie lieber kleine Portionen über den ganzen Tag.
  • Meiden Sie Sorbitol, die Alkoholform von Fruktose; diese wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Sorbitol ist vor allem in kalorienreduzierten Süßigkeiten sowie auch als Trägerstoff bei Medikamenten enthalten.

Worin ist Fruchtzucker am vertäglichsten?

  • Bananen, Mandarinen, Marillen, Grapefruit, Kirschen, Pflaumen
  • Brokkoli, Chicoree, Erbsen, Gurken, Löwenzahn, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Salat, Spargel, Spinat, Zucchini

Dieser Ernährungstipp wurde uns zur Verfügung gestellt von:
Flotte Lotte Kochwerkstatt
Mag. Nicole Seiler
www.flotte-lotte.at

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