Gesunde Arbeit

Europäischer Wettbewerb für gute praktische Lösungen

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat den zwölften Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit eingeleitet. Der Wettbewerb findet im Rahmen der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ statt und berücksichtigt Beiträge von europäischen Unternehmen oder Organisationen, die Maßnahmen zum erfolgreichen Management von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit umsetzen. Die Gewinner werden bei der Preisverleihung im Frühjahr 2015 geehrt.

Dr. Christa Sedlatschek, die Direktorin der EU-OSHA, erklärte: „Arbeitsbedingter Stress ist das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem in Europa. Dennoch sind rund vier von zehn Arbeitnehmern der Ansicht, dass Stress an ihrem Arbeitsplatz nicht gut gehandhabt wird. Zahlreiche Unternehmen in Europa sind jedoch entschlossen, Stress zu managen, und der Wettbewerb für gute praktische Lösungen ist ein Forum, um diese Unternehmen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Bewältigung von arbeitsbedingtem Stress kommt der Gesundheit ihrer Arbeitnehmer und der Produktivität ihrer Unternehmen zugute. Dieser Wettbewerb macht ihre Leistungen in der gesamten EU in der Hoffnung sichtbar, dass andere Arbeitsplätze ihrem Beispiel folgen werden.“

Der Europäische Wettbewerb für gute praktische Lösungen wird in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten organisiert. Im Rahmen des zwölften Wettbewerbs ermittelt die Jury Preisträger, die sich durch ein gemeinsames Engagement von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für ein erfolgreiches Management von arbeitsbedingtem Stress und anderen psychosozialen Risiken einsetzen.

Beiträge von allen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Vermittlern (z. B. lokalen Präventionsdiensten für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit) aus den EU-Mitgliedstaaten, Kandidatenländern, potenziellen Kandidatenländern und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) sind erwünscht. Teilnehmer aus nationalen Organisationen werden in zwei Unterkategorien bewertet: eine für Unternehmen mit weniger als 100 Arbeitnehmern und eine für größere Unternehmen. Die nationalen Gewinner aus jeder Kategorie kommen dann in eine Bewertungsrunde auf europäischer Ebene. Ein Ausschuss, dem Vertreter der vier Interessengruppen des Verwaltungsrats der EU-OSHA (Regierung, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Europäische Kommission) sowie ein Sachverständiger für das jeweilige Thema angehören, wählt die Gewinner sowie eine kleine Zahl „zu empfehlender“ Beiträge aus.

Die bisherigen elf Europäischen Wettbewerbe für gute praktische Lösungen standen nur nationalen Organisationen offen. Jetzt können jedoch erstmalig auch die Kampagnenpartner der EU-OSHA (multinationale oder europäische Organisationen) auf europäischer Ebene am Wettbewerb teilnehmen und die Chance auf Anerkennung erhöhen.

Die Gewinner des Wettbewerbs profitieren nicht nur von der verstärkten Berichterstattung in den Medien und der erhöhten Außenwirkung in Europa aufgrund der Bekanntmachung ihrer Aktivitäten in den Mitgliedstaaten und durch die EU-OSHA, sondern auch von der bevorzugten Verbindung zur EU-OSHA und den Vernetzungsmöglichkeiten in ihrer Rolle als wichtige Interessengruppen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb bietet das Faltblatt „Gute praktische Lösungen“, und Informationen über alle Aspekte der Kampagne 2014-15 enthält die Website „Gesunde Arbeitsplätze“. Sie können sich auch über das Hashtag #EUmanagestress bei Twitter über die aktuellen Entwicklungen der Kampagne auf dem Laufenden halten.


Weiterführende Links

Die Kampagne
„Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ ist eine dezentral organisierte Kampagne, die Organisationen und Einzelpersonen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene offensteht. Auf nationaler Ebene wird sie in mehr als 30 europäischen Ländern von den Focal Points der EU-OSHA koordiniert und darüber hinaus von den offiziellen Kampagnenpartnern unterstützt – europaweiten und multinationalen Organisationen sowie den Medienpartnern der Kampagne.
In den Jahren 2014 und 2015 setzt sich die EU-OSHA dafür ein, für die Bedeutung des Managements von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit zu sensibilisieren. Auch wenn die Bewältigung von psychosozialen Risiken und arbeitsbedingtem Stress schwierig zu sein scheint, soll mit dieser Kampagne gezeigt werden, dass damit ebenso logisch und systematisch verfahren werden kann wie mit anderen Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2014-2015 die folgenden Hauptziele:

  • Sensibilisierung für die Ausbreitung von arbeitsbedingtem Stress und psychosozialen Risiken;
  • Bereitstellung und Verbreitung einfacher, praktischer Hilfsmittel und Leitfäden für das Management von psychosozialen Risiken und Stress bei der Arbeit;
  • Hervorhebung der positiven Wirkung des Managements von psychosozialen Risiken und Stress bei der Arbeit, auch im Hinblick auf den betriebswirtschaftlichen Nutzen.

Wichtige Termine

  • Start der Kampagne: 7. April 2014
  • Start des Europäischen Wettbewerbs für gute praktische Lösungen: 15. April 2014
  • Europäische Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit: Oktober 2014 und 2015
  • Verleihung der Preise für gute praktische Lösungen: April 2015
  • Gipfel zur Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“: November 2015

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA)
Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) besteht darin, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver werden. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz und organisiert europaweite Kampagnen zur Sensibilisierung. Die Agentur wurde 1994 von der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien. Sie bringt nicht nur Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, sondern auch führende Sachverständige zusammen - und dies in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

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