Gesunde Arbeit

Gefährliche Arbeitsstoffe und arbeitsbedingte Krebserkrankungen

Was sind Arbeitsstoffe?

Arbeitsstoffe sind alle Stoffe, Gemische (Zubereitungen) und biologischen Agenzien, die bei der Arbeit verwendet werden. Als „Verwenden” gilt auch das Gewinnen, Erzeugen, Anfallen, Entstehen, Gebrauchen, Verbrauchen, Bearbeiten, Verarbeiten, Abfüllen, Umfüllen, Mischen, Beseitigen, Lagern, Aufbewahren, Bereithalten zur Verwendung und das innerbetriebliche Befördern.

Nanotechnologie

Unter Nanotechnologien versteht man die Herstellung und Anwendung von Nanomaterialien. Nanomaterial ist laut Definition der EU Kommission „ein natürliches, bei Prozessen anfallendes oder hergestelltes Material, das Partikel in ungebundenem Zustand, als Aggregat oder als Agglomerat enthält, und bei dem mindestens 50 Prozent der Partikel in der Anzahlgrößenverteilung ein oder mehrere Außenmaße im Bereich von 1 Nanometer bis 100 Nanometer (nm) haben".

Quarz: Wirbel um Staub

Silikose ist eine der ältesten Berufskrankheiten, und immer noch erkranken und sterben daran jedes Jahr weltweit tausende Menschen. Silikose entsteht durch feinsten Quarzstaub, der tief in die Lungen dringt, und zeigt sich als unaufhaltsame Verringerung der Lungenfunktion. Warum gehört diese Krankheit nicht längst der Vergangenheit an?

„Wir wussten nicht, wie gefährlich das war“

Dutzende frühere Arbeiterinnen der Lycra-Fabrik in den Niederlanden führen mit Unterstützung ihrer Gewerkschaft eine Auseinandersetzung mit einem Riesen der chemischen Industrie, DuPont. Sie machen das Unternehmen für zahlreiche Fehlgeburten, Gebärmutterentfernungen, Totgeburten und Krebs verantwortlich, die alle durch ein Lösungsmittel verursacht wurden. Eine Artikelserie von Pien Heuts.

Gefährliche Arbeitsstoffe

Yvonne und Ron Hemelrijk 18.10.2017

„Sie haben Geld gemacht aus den leblosen Körpern unserer Babys“

Die Zeitschrift „HesaMag“ des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) berichtete über die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Lösungsmittels Dimethylacetamid (DMA), das in einem Unternehmen von DuPont in den Niederlanden zur Herstellung von Elasthan (Markenname „Lycra“) verwendet wurde. Wir bringen hier die persönliche Geschichte von Yvonne und Ron Hemelrijk.
Astrid Mussig und ihre Tochter Sandrina 20.07.2017

„Ist die Gehirnschädigung unserer Tochter auf DMA zurückzuführen?“

Die Zeitschrift „HesaMag“ des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) berichtete in der Ausgabe 14/2016 über die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Lösungsmittels Dimethylacetamide (DMA). Astrid Mussigs Tochter Sandrina kam mit einer schweren Behinderung zur Welt.
Romy Hardon 19.05.2017

„Du kommst über den Verlust eines Kindes nie hinweg“

Die persönliche Geschichte von Romy Hardon, einer ehemaligen Arbeiterin von DuPont in Dordrecht, die dem fortpflanzungsgefährdenden Lösungsmittel DMA ausgesetzt war.
Dutzende frühere Arbeiterinnen der Lycra-Fabrik in den Niederlanden führen mit Unterstützung ihrer Gewerkschaft eine Auseinandersetzung mit einem Riesen der chemischen Industrie. Sie machen das Unternehmen für zahlreiche Fehlgeburten, Gebärmutterentfernungen, Totgeburten und Krebs verantwortlich, die alle durch ein Lösungsmittel verursacht wurden.
Sicherheitsfachkraft Friedrich Lippitsch 02.03.2017

Sorgfältiger Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen

Gesunde Arbeit im Gespräch mit Friedrich Lippitsch, seit 32 Jahren Sicherheitsfachkraft beim Zellstoffhersteller Schweighofer Fiber in Hallein und seit vier Jahren Inhaber eines Ingenieurbüros für Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kuchl.
Symbolbild zur Coverstory aus Gesunde Arbeit 1/2017 über den laxen Umgang mit chemischen Arbeitsstoffen 01.03.2017

Grenzwertig

Ein laxer Umgang mit chemischen Arbeitsstoffen sowie veraltete, zum Teil seit mehr als 20 Jahren nicht aktualisierte Grenzwerte gefährden die Gesundheit vieler ArbeitnehmerInnen. Eine massiv vernachlässigte Gefahr mit Spätfolgen.
Symbolbild für eine Laboruntersuchung 28.02.2017

Risikobasierte Grenzwerte überfällig

Teils massiv veraltete TRK-Werte bilden derzeit die Grundlage zum Schutz vor gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen in Österreich. Für einen zeitgemäßen Schutz gilt es, eine moderne Grenzwertsetzung zu implementieren.
Bild eines Arbeiters bei Lackierarbeiten 21.02.2017

Verstaubte Ansichten bei Arbeitsstoffen

Bei der Verwendung von gefährlichen Arbeitsstoffen ist auf Sicherheit im Betrieb zu achten. Dazu braucht es ein systematisches Vorgehen. Selbst nach 20 Jahren ASchG gibt es nur nebulöse Ansätze zum sicheren Umgang mit gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen.
Bild eines Daches mit Asbestplatten 17.02.2017

Achtung, Asbest!

Krebserzeugende, sogenannte kanzerogene Arbeitsstoffe sollen in den kommenden Jahren schwerpunktmäßig im Blickpunkt des ArbeitnehmerInnenschutzes stehen. Asbest ist so ein im Alltag immer wieder anzutreffender gefährlicher kanzerogener Arbeitsstoff.
Cover des Magazins Gesunde Arbeit, Ausgabe 1/2017 15.02.2017

Stirb langsam - Arbeitsstoffe als schleichende Krankmacher

In Österreich sterben jährlich 1.820 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen, EU-weit sind es über 100.000 Todesfälle. Eine besondere Rolle spielen dabei krebserzeugende Arbeitsstoffe – sie sind schleichende Krankmacher. Um die Beschäftigten besser zu schützen, bedarf es moderner, risikobasierter Grenzwerte für Arbeitsstoffe. Die neue Ausgabe des Magazins Gesunde Arbeit widmet sich den Themen gefährliche Arbeitsstoffe und arbeitsbedingte Krebserkrankungen.
Foto von Elsbeth Huber 13.02.2017

Wenn mangelnde Information zur Gefahr wird

„Gesunde Arbeit“ im Gespräch mit Dr.in Elsbeth Huber, Abteilungsleiterin der Abteilung Arbeitsmedizin und Arbeitspsychologie im Zentral-Arbeitsinspektorat.
Cover-Bild der Broschüre der EU-Kommission 09.02.2017

Arbeitsstoffe im Blickpunkt

Die neue Gefahrstoffkennzeichnung mit internationalen Piktogrammen weist auf die gefährlichen Eigenschaften von Arbeitsstoffen hin. Diese Änderungen sind Anlass, um die betriebliche Arbeitsstoffevaluierung zu aktualisieren.
25.01.2017

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2018-2019: gefährliche Arbeitsstoffe

Die Planung für die EU-Kampagne 2018-2019 ist bereits in vollem Gange. Ihr Schwerpunkt wird auf gefährlichen Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz liegen, da dieses Thema nach wie vor Anlass zu Besorgnis gibt.
Arbeiter entsorgt eine Asbestplatte 12.02.2016

Sicherer Umgang mit Asbest

Obwohl die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung in Österreich seit Jahrzehnten verboten sind, sind ArbeitnehmerInnen z. B. bei Entsorgungsarbeiten immer noch Asbest ausgesetzt. Welche Regelungen und Maßnahmen gilt es daher zum sicheren Umgang mit Asbest zu beachten?
30.04.2015

Weniger Holzstaub – gesündere Arbeit

Schleifarbeiten verursachen besonders viel Staub. Seit 1. Jänner 2015 besteht die Verpflichtung, bei handgeführten Schleifmaschinen neben der Geräteabsaugung nun auch eine zusätzliche Wand- und Kabinenabsaugung oder einen Schleiftisch zu verwenden.
24.04.2015

Gefährliche Arbeitsstoffe und deren Kennzeichnung

Chemische Produkte kommen in fast allen Bereichen des Arbeitsalltages zum Einsatz. Viele dieser Arbeitsstoffe können die Gesundheit beeinträchtigen, weshalb mittels Piktogrammen auf diese gefährlichen Eigenschaften hingewiesen wird. Welche Änderungen sind hier 2015 zu erwarten?
18.02.2015

Kampf dem Holzstaub

Insbesondere bei Schleifarbeiten mit handgeführten Schleifmaschinen entstehen große Mengen an Holzstaub, der bekanntlich als gesundheitsschädlich gilt. Hier gelten seit 1. Jänner 2015 neue gesetzliche Regelungen. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Fachmagazin Sichere Arbeit.
10.01.2014

Krank durch Quarzstaub

Das Einatmen von Quarzstaub kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen wie Silikose, Siliko-Tuberkulose oder Lungenkrebs führen.

Arbeitsbedingte Krebserkrankungen

Infografik Prozentsatz aller arbeitsbedingten Todesfälle 22.09.2017

„Kein Krebs durch Arbeit!“

Krebserzeugende Arbeitsstoffe stellen eine massive Bedrohung für die Gesundheit von ArbeitnehmerInnen dar. Jedes Jahr sterben in der EU mehr als 100.000 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen, in Österreich sind es jährlich mehr als 1.800.
13.03.2017

Änderung der Karzinogenerichtlinie, 2004/37/EU 2. Tranche

Die vorgeschlagene Aufnahme von fünf neuen Grenzwerten für Karzinogene in den Anhang III der Richtlinie wird von der Bundesarbeitskammer begrüßt. Es wird aber festgehalten, dass es insbesondere auf europäischer Ebene eine langjährige Forderung der ArbeitnehmerInnen und der Gewerkschaften ist, durch Festlegung von EU-weit bindenden Grenzwerten ein einheitliches Niveau eines Mindestschutzes zu schaffen.
Symbolbild zur EU 01.03.2017

Kampf den arbeitsbedingten Krebserkrankungen

Jedes Jahr sterben in der EU etwa 100.000 Menschen an Krebs, weil sie bei der Arbeit krebserzeugenden Stoffen ausgesetzt waren. Eine „Roadmap“ soll neuen Schwung in den Kampf gegen diesen unhaltbaren Zustand bringen.
03.02.2017

ÖGB-Achitz: Krebserregende Substanzen am Arbeitsplatz massiv reduzieren

Weltkrebstag, 4. Februar: Wir müssen uns die Frage stellen, wie viele Krebstote die Gesellschaft akzeptieren will.
04.01.2017

Krebserzeugende Arbeitsstoffe: Besserer Schutz

Die Zahl der Menschen, die an Krebs sterben, weil sie im Laufe ihres Lebens bei der Arbeit krebserzeugenden Chemikalien ausgesetzt waren, ist viel höher als die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle. Wo sind Ansatzpunkte, um diese Situation zu verbessern?
11.10.2016

Roadmap Krebs erzeugende Arbeitsstoffe

Jedes Jahr sterben mehr als 100.000 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Ziel der Roadmap ist es, die Exposition von ArbeitnehmerInnen gegenüber Krebs erzeugenden Arbeitsstoffen zu reduzieren und Good Practices auf europäischer Ebene auszutauschen. Mehr Infos gibt es auf der Website http://www.roadmaponcarcinogens.eu.
29.08.2016

Grenzwertsetzung für Krebs erzeugende Stoffe vorantreiben

Die EU-Kommission setzt bei der Festlegung von Grenzwerten für Krebs erzeugende und erbgutverändernde Arbeitsstoffe einen Schritt zur Weiterentwicklung. Zum Schutz der ArbeitnehmerInnen wurden für 13 Stoffe neue Grenzwerte vorgeschlagen und weitere in Aussicht gestellt.
30.05.2016

Arbeitsbedingte Krebserkrankungen verhindern

Arbeitsbedingte Krebserkrankungen stellen offensichtlich die größte individuelle Bedrohung am Arbeitsplatz dar, wenn man sich die Zahl der Todesfälle in der EU und anderen entwickelten Ländern anschaut. So weit das Ergebnis einer Broschüre, die das Europäische Gewerkschaftsinstitut veröffentlicht hat. Diese liegt nun in deutscher Übersetzung vor.
03.11.2014

GB: Kampagne soll Zahl der Todesfälle durch berufsbedingte Krebserkrankungen senken

Am 3. November begann in London die industrieweite Kampagne "No Time to Lose (Keine Zeit zu verlieren)", mit deren Hilfe die Zahl der durch berufsbedingte Krebserkrankungen verursachten Todesfälle reduziert werden soll.

Broschüren, Leitfäden, Merkblätter

pdf 1,43 MB Auf das alarmierende Ausmaß arbeitsbedingter Krebserkrankungen weist eine Broschüre des Europäischen Gewerkschaftsinstituts, verfasst vom renommierten finnischen Wissenschaftler Jukka Takala, hin. Die Broschüre ist ab sofort in deutscher Übersetzung verfügbar.

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