Digitalisierung trifft Demografie: Den Wandel mitgestalten
Während Digitalisierung und KI neue Formen des Arbeitens bringen, altert die Bevölkerung zunehmend. Umso wichtiger wird es, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie auch in Zukunft sicheres und gesundes Arbeiten ermöglichen.
Der Arbeitsplatz von gestern ist nicht der von heute: Mit dem Vormarsch der Digitalisierung fluten nicht nur neue KI-Technologien den Markt, sondern auch neue Formen des (Zusammen-)Arbeitens, flexiblere Prozesse und höhere Anforderungen kommen auf. Parallel dazu steigt der Anteil älterer Beschäftigter. Laut Statistik Austria werden 2050 bereits 28 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein – das ist ein Plus von 8,2 Prozentpunkten gegenüber 2023. Jüngere Jahrgänge bleiben konstant oder sind sogar leicht rückläufig.
Chancen nutzen und Risiken minimieren
Angesichts dieser Entwicklungen gewinnt die Gestaltung alternsgerechter Arbeitsplätze weiter an Gewicht. Denn in gesunden Strukturen lässt es sich länger und gesünder arbeiten. Mit umfassenden Präventionsmaßnahmen – darunter ergonomische Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeitmodelle, gezielte Weiterbildungen und ein wertschätzendes, lebensphasenorientiertes Umfeld – sollen Arbeitnehmer:innen über den gesamten Erwerbsverlauf gesund und arbeitsfähig bleiben. Digitalisierung kann dazu beitragen, verändert mitunter aber auch die Rahmenbedingungen.
Alternsgerechte Arbeitsplätze – auch digital
Automatisierung und künstliche Intelligenz zum Beispiel können Abläufe erleichtern. Gleichzeitig können sie Prozesse oder Branchen verändern und den Arbeitsdruck erhöhen. Diesen Wandel gilt es, zu gestalten und zu begleiten. Hybrides Arbeiten kann mehr Lebensqualität bringen, aber nur, wenn auch zu Hause Sicherheits- und Gesundheitsstandards gelten – etwa klare Rahmenbedingungen für Erreichbarkeit, Pausen und Arbeitszeit, technische Ausstattung, soziale Austauschmöglichkeiten und Schulungen. Ebenso wichtig ist es, psychische Belastungen wie Stress frühzeitig zu erkennen und zu mindern.
Mitbestimmung fördert die Akzeptanz
Mit dem rasanten Wandel kommen immer mehr neue Programme, Apps und digitale Arbeitsentlastungen auf den Markt. Um Unsicherheiten zu vermeiden, sollten Beschäftigte von Anfang an bei der Einführung neuer Systeme mit eingebunden werden und Stärkung durch passende Weiterbildungen erfahren. Das erhöht auch die Akzeptanz. Betriebsrät:innen, Personalvertreter:innen und Sicherheitsvertrauenspersonen können eine Schlüsselrolle einnehmen, indem sie solche Prozesse begleiten und bei der Auswahl und Einführung digitaler Tools oder bei der Entwicklung von Qualifizierungsprogrammen mitwirken.
Beratungsangebot Demografieberatung Digi+ hilft bei der Umsetzung von alternsgerechten Arbeitsplätzen
Mit der Demografieberatung Digi+ steht Betrieben ein kostenfreies Angebot zur Verfügung, das Digitalisierung und Demografie zusammen denkt. Expert:innen unterstützen vom Ausmachen der Bedürfnisse bis hin zum Umsetzen individueller Lösungen in fünf Handlungsfeldern: Arbeitsgestaltung, Führung und Kultur, Personalmanagement, Wissen und Kompetenzen sowie Gesundheit. Die Praxis zeigt: Je besser der digitale Wandel unter Beteiligung aller Betroffenen mitgestaltet wird, umso eher bleiben Betriebe wettbewerbsfähig sowie Arbeitnehmer:innen gesund, motiviert und arbeitsfähig.
Die Demografieberatung Digi+ berät individuell und kostenfrei. Hier geht’s zum Beratungsangebot: https://www.demografieberatungplus.at/
Magazin Gesunde Arbeit 4/2025, Stamm-Ausgabe