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Hitzeschutzverordnung in Kraft getreten: Warum Betriebe schon jetzt an den April denken müssen

Während der Winter Österreich fest im Griff hat, blickt die AUVA bereits auf das Frühjahr. Der Grund: Die am 1. Jänner in Kraft getretene Hitzeschutzverordnung. Sie konkretisiert die Fürsorgepflichten für Arbeitgeber:innen und schafft neue Maßstäbe für betrieblichen Hitzeschutz und damit für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.

Betrieblicher Hitzeschutz ist zentral für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen. Adobe Stock / DigitalSpace

Hitze als unterschätzter Unfalltreiber

„Die neue Hitzeschutzverordnung ist weit mehr als eine bloße administrative Neuerung; sie ist die notwendige Antwort auf die klimatische Realität an österreichischen Arbeitsplätzen. Die Datenlage ist mittlerweile erdrückend: Ab einer Tageshöchsttemperatur von 30 Grad steigt das Risiko für Arbeitsunfälle signifikant um rund sieben Prozent“, erklärt Caroline Krammer, Präventionsdirektorin der AUVA.

„Hitze ist ein schleichender, oft unterschätzter Risikofaktor, der die Konzentration massiv beeinträchtigt und das Unfallrisiko erhöht. Die Verordnung schafft nun endlich die dringend benötigte Klarheit. Wichtig ist jetzt, dass Rechtssicherheit für Betriebe geschaffen wird. Die AUVA unterstützt Betriebe bzw. Arbeitgeber:innen dabei, das neue Regelwerk umzusetzen, um die Gesundheit der Beschäftigten und damit die Produktivität der Unternehmen nachhaltig zu sichern.“
UV-Schutz: Die Gefahr beginnt früher als man denkt

Die neue Verordnung rückt insbesondere Tätigkeiten im Freien in den Fokus. Die AUVA warnt davor, den Schutz vor solarer UV-Strahlung auf den Hochsommer zu vertagen. „Die UV-Belastung erreicht oft schon im April kritische Werte. Bestimmter durch UV-Strahlung verursachter heller Hautkrebs ist seit März 2024 als Berufskrankheit anerkannt. Prävention ist hier keine Option, sondern eine Notwendigkeit!“, so AUVA-Arbeitsmediziner Gerhard Orsolits.

Die neue Hitzeschutzverordnung ist weit mehr als eine bloße administrative Neuerung; sie ist die notwendige Antwort auf die klimatische Realität an österreichischen Arbeitsplätzen. Die Datenlage ist mittlerweile erdrückend: Ab einer Tageshöchsttemperatur von 30 Grad steigt das Risiko für Arbeitsunfälle signifikant um rund sieben Prozent.
Caroline Krammer, Präventionsdirektorin der AUVA

Prävention wirkt: Das AUVA-Servicepaket

Die AUVA sieht die Verordnung als Chance für mehr Rechtssicherheit in den Betrieben. Um die Umsetzung so effizient wie möglich zu gestalten, bietet die AUVA:

  • Persönliche Beratung durch Arbeitsmediziner:innen und Präventionsexperten:-expertinnen vor Ort
  • Spezielle Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben bei der praktischen Umsetzung durch AUVAsicher

Geballtes Experten:Expertinnenwissen gibt es beim „Forum Prävention“ vom 19. bis 21. Mai 2026 in Innsbruck, wo das Thema „Arbeiten bei Hitze“ einen fachlichen Schwerpunkt bilden wird.


„Betrieblicher Hitzeschutz ist zentral für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen, die AUVA unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen im Betrieb“, schließt Krammer.

Downloads
  • Arbeiten bei Hitze im Freien (SVP-Info)
    Arbeiten bei Hitze im Freien (SVP-Info)
    In den Sommermonaten steigt nicht nur die Temperatur, sondern auch das Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden. Arbeitgeber:innen sind jedoch verpflichtet Vorkehrungen zu treffen, um eine Gefährdung der Gesundheit durch Hitze oder Sonneneinstrahlung zu verhindern. (SVP Info Nr. 03/2013, aktualisiert: 5/2024)
    Download (PDF, 907 KB)
  • Arbeiten im Klimawandel
    Arbeiten im Klimawandel
    Die Klimakrise stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Die Auswirkungen sind vielfältig, betreffen zunehmend auch unmittelbar die Arbeitswelt und werfen dadurch immer öfter arbeitsrechtliche Fragen auf. Genau hier setzt dieser Ratgeber an: mit Antworten auf die wichtigsten Fragen.
    Download (PDF, 1 MB)
  • Hitzefrei ab 32,5 Grad
    Hitzefrei ab 32,5 Grad
    Download (PDF, 3 MB)
  • Sonnenschutz am Bau
    Sonnenschutz am Bau
    Download (PDF, 3 MB)
  • Arbeiten bei großer Hitze: Belastend für Beschäftigte
    Arbeiten bei großer Hitze: Belastend für Beschäftigte
    Hochsommerliche Temperaturen machen vielen Arbeitnehmer:innen zu schaffen. Dies betrifft besonders Menschen, die im Freien arbeiten, aber durchaus auch Beschäftigte in Innenräumen. (Stand 03/2025)
    Download (PDF, 3 MB)
  • UV-Strahlung und Arbeiten im Freien M 013
    UV-Strahlung und Arbeiten im Freien M 013
    Ein Ratgeber für Outdoor-Worker
    Download (PDF, 988 KB)
  • Hitze und UV-Strahlung am Brennpunkt Arbeitsplatz
    Hitze und UV-Strahlung am Brennpunkt Arbeitsplatz
    Die sommerliche Hitze setzt den KollegInnen bei der Arbeit derzeit wieder ordentlich zu. Betriebsräte und Sicherheitsvertrauenspersonen brauchen oft einen langen Atem, wenn sie die richtigen Maßnahmen dagegen erreichen wollen. Ein Skriptum des VÖGB unterstützt sie dabei. Stand: Juli 2020
    Download (PDF, 992 KB)

 

Presseaussendung der AUVA

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