Von Anfang an! Sicher und gesund durch die Lehre
Neue Ausgabe des Magazins „Gesunde Arbeit“ rückt Jugendliche und Lehrlinge in den Fokus
Alles neu macht der Mai? Nicht bei uns – wir starten schon im Februar neu durch: Das Magazin „Gesunde Arbeit“ präsentiert sich in frischem Design und widmet diese Ausgabe einer Gruppe, die unsere volle Aufmerksamkeit verdient – Jugendlichen und Lehrlingen. Nicht nur deshalb, weil sie dringend gesuchte Fachkräfte von morgen sind, sondern auch deshalb, weil sie gerade zu Beginn ihres Berufslebens erhöhten Unfall- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Die aktuelle Ausgabe beleuchtet, wie es Lehrlingen in Österreich geht, welchen Belastungen sie tagtäglich ausgesetzt sind und welche Regelungen gelten bzw. wo Betriebe bei der Gestaltung von sicheren und gesunden Arbeitsplätzen ansetzen können.
Junge Menschen stellen die gängigen Bedingungen der Arbeitswelt zunehmend infrage – und werden dabei oft missverstanden. Gefordert wird kein „Luxusprogramm“, sondern ein Arbeitsumfeld, das Gesundheit schützt, Sinn vermittelt und persönliche Grenzen respektiert. Selbstausbeutung gehört für viele von ihnen nicht mehr zum beruflichen Selbstverständnis.
Lehrlingsmonitor zeigt Handlungsbedarf auf
Die Ergebnisse des Lehrlingsmonitors sind alarmierend: 54 Prozent der männlichen und 72 Prozent der weiblichen Lehrlinge berichten von Problemen in ihrer Ausbildung. Besonders belastend sind Konflikte mit Kolleg:innen, Vorgesetzten oder Ausbildenden sowie ein schlechtes Arbeitsklima. Zudem ist rund ein Drittel der Lehrlinge von Mobbing betroffen. Auch ungeeignete Arbeitsbedingungen, Krankheiten oder Verletzungen sowie das Gefühl, ausgenutzt zu werden, bereiten Sorgen.
Jugendliche sind besonders schutzbedürftig
Arbeitgeber:innen sind laut § 3 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) verpflichtet, für Sicherheit und Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten zu sorgen. In der Praxis wird jedoch bei der Arbeitsplatzevaluierung (§ 4 ASchG) häufig nicht ausreichend berücksichtigt, dass Jugendliche eine besonders schutzbedürftige Gruppe darstellen und hier genauer hingeschaut werden muss.
„Die geistige und körperliche Entwicklung junger Menschen ist nicht vollständig abgeschlossen. Arbeitgeber:innen dürfen ihnen keine Aufgaben übertragen, die ihre Körperkraft übersteigen“, betont Markus Schüller, Jurist in der bildungspolitischen Abteilung der AK Wien. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Lehrlinge und Jugendliche sind im Berufsausbildungsgesetz (BAG) und dem Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG) klar geregelt – was dabei gilt, erläutert die neue Frage-Antwort-Rubrik in der aktuellen Ausgabe.
Mehr zum Thema „Von Anfang an! Sicher und gesund durch die Lehre“ erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins Gesunde Arbeit, dem Fachmagazin von ÖGB und Bundesarbeitskammer zu Sicherheit und Gesundheit in der Arbeit.
Magazin Gesunde Arbeit, Ausgabe 1/2026: „Von Anfang an! Sicher und gesund durch die Lehre“
- Lehre ohne Schwere: Für einen sicheren und gesunden Start ins Arbeitsleben
- In Frage und Antwort: Gesetzliche Regelungen im Jugend- und Lehrlingsschutz
- Reportage: Jugend am Werk
- Interview mit AUVA-Direktorin für Prävention und Leistungswesen Caroline Krammer: „Jugendliche haben ein Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen!“
- Die Arbeitswelt der Generation Z
- Jugendvertrauensrat (JVR): Starke Stimme, junges Team!
- AK Young: Starke Partnerin für junge Menschen
- Psychische Gesundheit von Lehrlingen erhalten und fördern
- Neue Hitzeschutzverordnung fordert zum Handeln auf
- Wie viel Homeoffice ist gesund?
- Kraftakt Rettungsdienst
Das Magazin Gesunde Arbeit erscheint viermal jährlich und kann unter www.gesundearbeit.at/magazin kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden.
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