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Jede:r Zweite betroffen: Krebsrisiken am Arbeitsplatz

Was seit Langem bekannt ist: In der EU sterben jedes Jahr mehr als 100.000 Arbeitnehmer:innen an arbeitsbedingtem Krebs. In Österreich sind das 1.800 Tote. Doch wie viele Beschäftigte sind welchen Krebsrisikofaktoren ausgesetzt?

In der EU sterben jedes Jahr mehr als 100.000 Arbeitnehmer:innen an arbeitsbedingtem Krebs. Adobe Stock / Viktor Koldunov

Für eine Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) wurden rund 24.000 Arbeitnehmer:innen zu 24 Krebsrisikofaktoren befragt. Das Ergebnis: Jede:r zweite Beschäftigte in der EU ist mindestens einem Krebsrisikofaktor bei der Arbeit ausgesetzt. Jede:r Zehnte ist hochgradig betroffen – am häufigsten durch Quarzstaub, Dieselabgase, Holzstaub, Benzol oder Formaldehyd. Zusätzlich ist jede:r Vierte mit mehreren Risikofaktoren konfrontiert, zum Beispiel in der Metallverarbeitung. Die Befragung zeigt zudem, dass bei den betrieblichen Schutzmaßnahmen deutlicher Verbesserungsbedarf besteht. 

Die AK macht daher politisch Druck und fordert, dass Arbeitsstoff-Grenzwerte stets am aktuellen wissenschaftlichen Stand sind. In den Betrieben gilt: Augen auf bei der Evaluierung – und Maßnahmen nach dem STOP-Prinzip setzen! Ob UV-Strahlung oder krebserzeugende Stoffe: Es geht um Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen.

 

Magazin Gesunde Arbeit 3/2026, Stamm-Ausgabe