Gesunde Arbeit

SUPstart - Alkoholsuchtprävention für Lehrlinge

SUPstart – Alkoholsuchtprävention für Lehrlinge wurde vom Institut für Suchtprävention entwickelt und wird vom Jänner 2014 und bis März 2016 in Wien umgesetzt.

Gefördert wird dieses Projekt aus den Mitteln "Gemeinsame Gesundheitsziele aus dem Rahmen-Pharmavertrag, eine Kooperation von österreichischer Pharmawirtschaft und Sozialversicherung“ und aus Mitteln der Sucht- und Drogenkoordination Wien. Bei der Entwicklung und Umsetzung sind der Verein Dialog, die Suchthilfe Wien, der Verein Art in Progress und die Theatergruppe Mundwerk beteiligt.

Projektziele

  • Lehrlinge verfügen über Problembewusstsein und Risikokompetenz zu Alkoholkonsum.
  • LehrlingsausbilderInnen zeigen in ihrer Tätigkeit einen adäquaten Umgang mit dem Thema Konsum / Sucht / Abhängigkeit im betrieblichen Kontext.
  • Betriebliche Supportkräfte verbessern ihre Kommunikation mit konsumierenden Jugendlichen und können (Früh-) Interventionen setzen.

Nutzen des Projektes
Der Nutzen des Projekts liegt im Sinne zeitgemäßer Strategien betrieblicher Suchtprävention in der Vorbeugung von Suchterkrankungen, konsumbedingter Gesundheitsschäden, konsumbedingten Unfällen am Arbeitsplatz sowie in der Reduktion von Krankenständen.

Das Projekt trägt im weiteren Sinn auch zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz bei, in dem es ArbeitgeberInnen dabei unterstützt, ihre Fürsorgepflicht (§ 18 AngG, § 1157 ABGB) besser wahrnehmen zu können und alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und der Gesundheit im Sinne des § 23 Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetzes zu ergreifen.


Kurzbeschreibung des Projektes
Mit dem suchtpräventiven Projekt werden Wiener Lehrlinge in der überbetrieblichen und betrieblichen Lehrlingsausbildung erreicht. Mit jugendadäquaten und innovativen Methoden, wie dem Einsatz der Rauschbrille oder dem Mitgestalten eines interaktiven Forumtheaters, reflektieren Lehrlinge kritisch ihr Konsumverhalten, setzen sich mit Gruppendruck und Frustrationen auseinander. Sie werden über die Rechtslage in Betrieben aufgeklärt und lernen im Rollenspiel Handlungsmöglichkeiten zu einem angemessenen (d.h. gesundheitlich und sozial verträglichem) Umgang mit Alkohol in der Freizeit und im Betrieb (etwa: Punktnüchternheit) kennen.

Im Sinn einer wirkungsvollen Suchtprävention zielt das Projekt auf mehrere Ebenen (Lehrlinge, LehrlingsausbilderInnen, Support) ab und arbeitet multimethodisch. Mit begleitenden Schulungen werden LehrlingsausbilderInnen und Personen im Support geschult. Damit wird einerseits die Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt, andererseits werden auch die Verhältnisse, in denen die Jugendlichen arbeiten, im Sinn der indirekten verhältnisorientierten Suchtprävention positiv beeinflusst. Die LehrlingsausbilderInnen erhalten Handlungsempfehlungen für den Umgang mit konsumierenden Lehrlingen und Anregungen für alkoholsuchtpräventive Maßnahmen im Betrieb. Die Supportkräfte werden mit dem Programm MOVE in der (motivierenden) unterstützenden Gesprächsführung mit (riskant) konsumierenden Jugendlichen geschult, um die Entstehung von Suchterkrankung zu vermeiden und andere negative Folgen zu minimieren.


Externe wissenschaftliche Evaluation
Mit der wissenschaftlichen Evaluation des Projekts wird ein externer Dienstleister beauftragt. Die wissenschaftliche Evaluation soll das Projekt hinsichtlich folgender Aspekte untersuchen und bewerten:

  • Reichweite und Akzeptanz des Projektes unter den TeilnehmerInnen und innerhalb der Betriebe
  • Grad der Erreichung der Projektziele für Lehrlinge, LehrlingsausbilderInnen und Supportkräfte
  • Relevante Einflussfaktoren für die Umsetzung von suchtpräventiven Projekten im betrieblichen Setting mit Fokus Lehrlingsausbildung
  • Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Projektes bzw. für die Entwicklung von weiteren unterstützenden Angeboten zur Suchtprävention im betrieblichen Setting

Gegenstand der wissenschaftlichen Evaluation sind die Workshops für Lehrlinge und LehrlingsausbilderInnen sowie die Workshops für die Supportkräfte. Methodisch wird für die Evaluation des Projekts eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden herangezogen, um die unterschiedlichen Aspekte adäquat aus mehreren Perspektiven zu erheben.

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