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Konsequent bei Hitzeschutz und Persönlicher Schutzausrüstung

Die Swietelsky AG ist ein Bauunternehmen mit mehr als 13.000 Arbeitnehmer:innen in Europa und Australien. Der Konzern bietet 6.000 Mitarbeiter:innen in Österreich einen Arbeitsplatz. Die Kompetenzen umfassen Straßen-, Bahn-, Hoch- und Tief- sowie Spezialbauten wie Sport- und Freizeitanlagen. Wir haben den Standort in Horn für ein Interview mit Sicherheitsfachkraft Bernhard Schwarz und Betriebsratsvorsitzendem Rupert Riel besucht.

v. li.: AK Niederösterreich Markus Schweiger, Fa. Swietelsky Betriebsratsvorsitzender Region Ost und Zentralbetriebsrat Rupert Riel AK Niederösterreich

Umgang mit neuer Hitzeschutzverordnung 

Betriebsratsvorsitzender und Zentralbetriebsrat (BRV) Rupert Riel erklärt: „Mit 1. Jänner 2026 ist die neue Hitzeverordnung (Hitze-V) in Kraft getreten, sie schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  vor den Gefahren durch Hitze und UV-Strahlung bei Arbeiten im Freien. Wir führen jährlich Sicherheitsunterweisungen für unsere Mitarbeiter:innen  durch. Diese werden in der Nähe unserer Niederlassungen in ganz Österreich abgehalten, um die Anfahrtswege der Kolleg:innen kurz zu halten. Unsere Sicherheitsfachkraft (SFK) Bernhard Schwarz hat die Unterweisung speziell an die Vorgaben der Hitze-V angepasst.“ 

SFK Schwarz ergänzt: „Die physikalischen Auswirkungen extremer werdender Wetterbedingungen beschäftigen uns seit Jahren. Jedenfalls schaffen wir es bei Swietelsky, dass die Unfälle seit vier Jahren rückläufig sind.“ ZBR Riel dazu: „Wir sind stolz auf den Rückgang der Unfallzahl um 25 Prozent in den letzten Jahren. Wir arbeiten weiter daran, denn jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel.“

Getränke und klimatisierter Container 

„Poliere sind neben ihrer umfangreichen Verantwortung auf der Baustelle laut Gesetzgeber auch für die Trinkwasserversorgung verantwortlich. Wir statten die Baustellen mit klimatisierten Containern zum Abkühlen in den Pausen aus. In den Containern sind Leitungswasser und gekühlte Getränke vorhanden, die vom Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt werden“, erklärt SFK Schwarz: „Eine übliche Maßnahme bei Hitze ist die Vorverlegung der Arbeitszeiten, die ist im ländlichen Raum bei Firmen sehr beliebt und leicht umzusetzen. Bei Baustellen in Städten wie zum Beispiel Wien geht diese Maßnahme nicht, da wir in den Morgenstunden den Lärmschutz einzuhalten haben, was verständlich ist, denn eine Rüttelplatte früh morgens führt zu Anrainerprotesten.“ 

Qualität der Arbeitskleidung und PSA wichtig 

BRV Riel: „Bei der Neuausschreibung der gesamten Arbeitskleidung und der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wurde auf Qualität, Tragekomfort und Zweckmäßigkeit sehr geachtet.  SFK Schwarz: „Aktuell starten wir mit dem Webshop für unsere Mitarbeiter:innen. Es gibt Kühlwesten, Nackenschutz zum Anklippen und vieles mehr.“ ZBR Riel ergänzt: „Nicht zu unterschätzen ist der persönliche Tragekomfort der Kleidung und der PSA, denn das Gefühl, dass etwas als störend und nicht passend empfunden wird, verursacht Stress und mindert die Aufmerksamkeit. Schutzbrillen, Helme und Kappen mit Nackenschutz müssen einfach passen.“ 

Hunderte Lehrlinge 

„Wir bilden derzeit 270 Lehrlinge aus, und es freut uns, dass nach der Lehrzeit drei Viertel bei uns bleiben. Erst 2024 hatten wir sogar ein Betonweltmeisterlehrling-Duo im Konzern.  Nach intensiver Vorbereitung und Mentoring durch den Lehrlingsausbildner stellten sich beide Lehrlinge beim internationalen Wettbewerb ‚WorldSkills Lyon 2024‘ und sicherten sich den Titel“, erzählt ZRV Riel stolz und fügt noch hinzu: „Lehrlinge bekommen zu Beginn einen Werkzeugkoffer mit der Grundausstattung des gewählten Lehrberufes von Swietelsky. Gute Noten in der Berufsschule werden mit Prämienzahlung anerkannt. Unsere jungen Kolleg:innen schätzen gemeinsame Aktivitäten wie Kartfahren und Klettern.“ Die Mappe mit Unterweisungen, Rechten und Pflichten, wichtigen Infos zur Arbeitswelt, Erklärung der Zahlen des Lohnzettels etcetera begleitet unsere jungen Arbeitskolleg:innen während ihrer gesamten Lehrzeit“, erzählt SFK Schwarz. 

Magazin Gesunde Arbeit 2/2026, Niederösterreich-Ausgabe