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Inklusion durch Technologie – es muss nicht immer Hightech sein

Moderne Technologien eröffnen Wege, um Barrieren abzubauen: Sprachsteuerung, Hebehilfen, Exoskelette oder smarte Brillen können Menschen mit Behinderung nicht nur entlasten, sondern auch Zugang zu bestimmten Arbeitsplätzen ermöglichen.

Adobe Stock / Kaspars Grinvalds

Dabei gilt: So unterschiedlich die Lebensgeschichten der Betroffenen sind, so vielfältig sind auch ihre Bedürfnisse. Nicht jede Person im Rollstuhl kann über Kopf arbeiten, nur weil eine Maschine sie anhebt. Nicht jede Hebehilfe eignet sich für Menschen mit schweren Muskel- oder Skeletterkrankungen gleichermaßen. Nicht alle Menschen mit Hörbeeinträchtigung nutzen Gebärdensprache. Und für Außenstehende ist oft schwer einzuschätzen, welche Unterstützung bei Sehbehinderungen tatsächlich hilfreich ist. Standardlösungen greifen daher meist zu kurz. 

Deshalb sollte vor jeder Investition das Gespräch mit den Betroffenen stehen. Sie wissen meist selbst am besten, welche Unterstützung sie im Arbeitsalltag brauchen. Oft sind es auch nicht spektakuläre Hightech-Lösungen, die den größten Unterschied machen. Schon kleine, durchdachte Anpassungen können viel bewirken – und sind häufig einfacher und kostengünstiger umzusetzen, als vermutet. Von inklusiven Maßnahmen profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung: Eine vielfältige Belegschaft stärkt das Betriebsklima. Hebehilfen, ergonomische Anpassungen oder alternative Steuerungsmöglichkeiten verbessern die Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmer:innen. 

Das Chancen Nutzen Büro des ÖGB begleitet Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen auf dem Weg zu einer inklusiven Arbeitswelt – mit Beratungsangeboten, Workshops und Coaching. 

 

Magazin Gesunde Arbeit 1/2026, Stamm-Ausgabe