Arbeitssicherheit von Anfang an mit „JiA“
Ob im Klassenzimmer oder im Betrieb: Mit dem Präventionsprogramm „JiA – Jugendliche in Ausbildung“ unterstützt die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) Lehrkräfte und Ausbildende technischer Fachrichtungen in Berufsschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen dabei, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von Anfang an in der Ausbildung zu verankern. Denn: Sichere Lehr- und Lernjahre sind die Grundlage für ein sicheres Arbeitsleben.
Fortbildungen für Lehrkräfte
Lehrlinge sind in ihrer Ausbildung besonderen Gefahren ausgesetzt, da ihnen oft Erfahrung im Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und Arbeitsabläufen fehlt. Unfallprävention ist dabei besonders wichtig, weil früh vermitteltes Sicherheitsbewusstsein Unfälle verhindert und eine verantwortungsvolle Arbeitskultur schafft, die Lehrlinge durch ihr gesamtes Berufsleben begleitet. Lehrkräfte leisten dabei täglich einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger Fachkräfte. Damit sie ihre Schüler:innen noch besser für sicheres Arbeiten sensibilisieren können, bietet die AUVA praxisorientierte Fortbildungen an – entwickelt gemeinsam mit dem Bildungsministerium, den Bildungsdirektionen und den Pädagogischen Hochschulen.
Die Seminare vermitteln rechtliche Grundlagen zum Arbeitnehmer:innenschutz, praxisnahe Unterrichtsmaterialien und viele Anregungen für die direkte Umsetzung im Unterricht. Besonders in Fachrichtungen wie Bau, Holz oder Metall sind diese Themen zentral, um Sicherheit selbstverständlich zu machen.
„Denn je früher Jugendliche den richtigen Umgang mit Gefahrensituationen lernen, desto sicherer starten sie ins Berufsleben“, betont Gabriele Pauliny als Expertin für technische Berufsausbildung in der AUVA.
Workshops für Lehrlingsausbildende
Vor allem in den Betrieben steht Sicherheit im Mittelpunkt. Das etablierte Tagesseminar „Dürfen die das?“ beantwortet rechtliche Fragen und gibt praktische Tipps zum Thema Beschäftigung junger Arbeitnehmer:innen.
Ein weiteres Highlight ist der Workshop „Lerne smart. Arbeite smart. Stay safe.“, der derzeit in Salzburg, Tirol und Vorarlberg läuft. In rund acht Unterrichtseinheiten erarbeiten Fachleute der AUVA gemeinsam mit betrieblichen Ausbildenden, wie Sicherheit im Arbeitsalltag selbstverständlich werden kann. Ziel ist, eine nachhaltige Sicherheitskultur zu fördern – lebendig, praxisnah und gemeinsam im Team.
Unterstützung für Berufsschulen und Betriebe
Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Gefahrenunterweisung gemäß § 1 Abs. 5 KJBG-VO. Diese umfasst mindestens 24 Unterrichtseinheiten zur theoretischen und praktischen Unfallverhütung beim Arbeiten mit gefährlichen Arbeitsmitteln. Die AUVA hat dafür im Rahmen ihres gesetzlichen Präventionsauftrages die Richtlinien zur Gefahrenunterweisung im Berufsschulunterricht erstellt – als praktisches Werkzeug für Lehrkräfte und Betriebe.
Mit dem „Work Safe Label“ hat die AUVA zudem ein einfaches Kennzeichnungssystem für Maschinen entwickelt. Es zeigt klar, ob und unter welchen Bedingungen Lehrlinge bestimmte Maschinen bedienen dürfen – ein wichtiger Beitrag zur Transparenz und Sicherheit im Betrieb.
Magazin Gesunde Arbeit 1/2026, Stamm-Ausgabe