Gesunde Arbeit

AK und Gewerkschaften helfen in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat bei ArbeitnehmerInnen große Verunsicherung ausgelöst, von Sorgen um die Gesundheit bis hin zu Existenzängsten. In diesen schweren Zeiten zeigt sich, was die ArbeitnehmerInnen an Arbeiterkammern und Gewerkschaften haben.
Arbeiterkammer und Gewerkschaften beraten die ArbeitnehmerInnen bei allen Fragen rund um das Thema Job und Corona.
Coronahotline Arbeiterkammer und Gewerkschaften beraten die ArbeitnehmerInnen bei allen Fragen rund um das Thema Job und Corona.

Quasi über Nacht haben Arbeiterkammer (AK) und Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) die Hotline für Fragen rund um Job und Corona (0800 22 12 00 80) aus dem Boden gestampft. Auf www.jobundcorona.at gibt es Antworten zu Arbeitsrecht, Schutz im Betrieb, KonsumentInnenrechten u. v. m. Wichtige Informationen wurden auch in gängige Fremdsprachen übersetzt. Allein in den ersten zwei Wochen haben AK- und ÖGB-Mitglieder rund 100.000 Beratungsanfragen gestellt und eine Million Mal die Website besucht.

Das Ohr bei den Mitgliedern
Arbeiterkammer und Gewerkschaften haben von mangelhaften Schutzmaßnahmen in verschiedenen Branchen gehört. Oder den Sorgen derjenigen, die zu einer Risikogruppe gehören und Angst vor Ansteckung bei der Arbeit haben. Was an Fragen und Erfahrungen an die BeraterInnen herangetragen wurde, fließt in die politische Arbeit als Interessenvertretung ein. In der Corona-Krise bezieht die Regierung die Sozialpartner wieder richtig mit ein: Zuletzt sind ja bekanntlich die Wünsche der Wirtschaft im ArbeitnehmerInnenschutz abgearbeitet worden. Das konnte in dieser Krise nicht aufrechterhalten werden. Gut, dass jetzt alle, die betroffen sind, wieder eine Stimme haben, auch die ArbeitnehmerInnen durch AK und ÖGB.

Sozialpartnerschaft: Gesund und munter
Die österreichische Tradition der Sozialpartnerschaft ist nun viel wert: sich an den Verhandlungstisch setzen und konstruktive Lösungen finden. In einem gemeinsamen Kraftakt wurde schnell ein Kurzarbeitspaket geschnürt, damit möglichst viele ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitsplätze behalten können. AK und ÖGB machen bei Verhandlungen Druck für besseren Gesundheitsschutz aller ArbeitnehmerInnen und der Risikogruppen im Besonderen. Die Gewerkschaften kennen die Praxis ihrer Branchen besonders gut und können gezielt in die Tiefe bohren.

Gewerkschaften bleiben dran
Die Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), alle Baustellen einzustellen, hat die Regierung nicht erfüllt. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer hat die GBH aber ein Schutzpaket für Baustellen erreicht – und konnte so die Schutzmaßnahmen für ArbeitnehmerInnen am Bau wesentlich verbessern. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat mit der Wirtschaftskammer eine „Selbstverpflichtung“ für den Handel vereinbart: Nach dem turbulenten Start für die Handelsangestellten wurden so die Schutzstandards immer mehr hinaufgeschraubt.

Und die Gewerkschaften kämpfen weiter: die GPA-djp und die Gewerkschaft vida für Pflege- und Betreuungsberufe. Die Gewerkschaft vida für Lkw-FahrerInnen. Die younion für Kunst- und Kulturschaffende. Die PRO-GE für LeiharbeiterInnen. Das sind nur einige Beispiele unter vielen. Schutzbedürftig sind derzeit alle ArbeitnehmerInnen. AK und Gewerkschaften bleiben dran!
(Stand: 31.3.2020)

Corona-Beratung von AK und ÖGB: www.jobundcorona.at

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