Gesunde Arbeit

Kampagne „Stop Cancer at Work“

Am 13. Oktober 2020 startete die Kampagne „Stop Cancer at Work“. Sie möchte das Risiko der beruflichen Exposition gegenüber gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen reduzieren und arbeitsbedingten Todesfällen durch Krebs sowie anderen damit verbundenen Gesundheitsproblemen den Kampf ansagen.
Stop Cancer at Work
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Am 13. Oktober 2020 startete ein breites Bündnis von Berufsverbänden, Gewerkschaften und Patientengruppen die Kampagne „Stop Cancer at Work“ um sicherzustellen, dass im Rahmen der laufenden 4. Überarbeitung der Richtlinie über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene bei der Arbeit (CMD) auch gefährliche Arzneimittel (HMP hazardous medicinal products), wie z. B. Zytostatika und fortpflanzungsgefährdende Arbeitsstoffe aufgenommen werden, die von der Europäischen Kommission in ihrem am 22. September 2020 veröffentlichten Vorschlag nicht berücksichtigt wurden.

Nach Erkenntnissen der EU-OSHA ist Krebs heute mit über 120.000 Krebstoten pro Jahr die häufigste Ursache für arbeitsbedingte Todesfälle in der EU. Von Krankenschwestern bis zu Reinigungskräften und Feuerwehrleuten sind Millionen von Arbeitnehmer/-innen gefährdet, wenn sie an ihrem Arbeitsplatz krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Arbeitsstoffen ausgesetzt sind.

Bei der Kampagne geht es in erster Linie darum, die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Rat zu Maßnahmen zu veranlassen, um gefährliche Arzneimittel in den Anhang I der CMD aufzunehmen. Ebenfalls sollen fortpflanzungsgefährdende Arbeitsstoffe in den Geltungsbereich der CMD aufgenommen werden.

Es gibt eine Vielfalt von Problemen mit der Reproduktionsgesundheit infolge der Exposition gegenüber fortpflanzungsgefährdenden Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz, dazu gehören verringerte Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit, erektile Dysfunktion, Menstruationsbeschwerden, Zyklusstörungen, Fehlgeburten, Totgeburten, Frühgeburten und Totgeburten, Neugeburten mit zu geringem Geburtsgewicht, Geburtsfehler und kindliche Entwicklungsstörungen.

Die Kampagne soll 2020 und über den größten Teil des Jahres 2021 stattfinden und fordert alle Beteiligten auf, eine Petition mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Dadurch sollen die Institutionen der EU aufgefordert werden, die erforderlichen gesetzlichen Änderungen in der Richtlinie über Karzinogene und Mutagene (CMD) voranzutreiben.

Informationen und einen Link zu der Petition finden Sie auf der Website der Kampagne: www.stopcanceratwork.eu

Wer unterstützt die Kampagne?
Der Europäische Gewerkschaftsbund (ETUC), die Europäische Union für öffentliche Dienste (EPSU) und das Europäische Netzwerk für biologische Sicherheit (EBN) – mit anderen Partnern, darunter der Europäische Verband der Pflegeverbände (EFN), der Ständige Ausschuss der Europäischen Ärzte (CPME) und der Europäische Krebspatient Die Koalition (ECPC), die European Specialist Nurses Organisation (ESNO) und die European Association Pharmacy Technicians (EAPT) haben sich zusammengeschlossen, um die Kampagne Stop Cancer at Work zu starten.

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