Gesunde Arbeit

Lärmampeln

Lichtsignale für den Kampf gegen Lärm am Arbeitsplatz - ein Best-Practice-Beispiel

Lärmampel im Einsatz
Lärmampel im Einsatz

Lärmschwerhörigkeit stellt mit 57,2 Prozent laut Statistik der AUVA (2012) die häufigste Berufskrankheit in Österreich dar. Mit ihrem Eintritt ist dann zu rechnen, wenn am Arbeitsplatz andauernd starker Lärm mit Expositionspegeln über 85 dB(A) auftritt.

Hier handelt es sich um einen Lärmpegel, der das verpflichtende Tragen von Gehörschutz am Arbeitsplatz zur Folge hätte. Lärm stellt einen klassischen Stressfaktor dar und kann zu Unaufmerksamkeit, Erschöpfung oder Aggression führen bzw. bei stärkerer Intensität sogar gehörschädigend sein.

Als Grundlage für eine nachhaltige Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz haben die Frauen der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG-KMSfB) in verschiedenen Bezirken Kärntens (Wolfsberg, Völkermarkt, Klagenfurt Land) das Projekt Lärmampel in Kindergärten gestartet. Vierzehn Tage lang konnten die einzelnen Gemeindekindergärten den Einsatz einer Lärmampel (eingestellt auf einen Grenzwert von ca. 80–85 dB) kostenlos testen.

Bei dieser Kampagne wird die Ampel als pädagogisch wertvolles Symbol aus dem Straßenverkehr genutzt, um spielerisch ein Lärmbewusstsein bei den Kindern zu schaffen.
Wie eine Verkehrsampel visualisiert sie durch die Farben Rot, Gelb und Grün den tatsächlichen Lärm am Arbeitsplatz. Wenn es in der Gruppe zu laut ist, schaltet die Ampel auf Rot.

Ziel der Kampagne ist es, den Einfluss akustischer Bedingungen auf Arbeits- und Lernprozesse zu verdeutlichen und Wege zu einer lebenswerten Hörumwelt aufzuzeigen.
Dieses erfolgreiche Projekt kann der erste Schritt sein, um in weiterer Folge das Wohlbefinden und die Gesundheit der KindergartenpädagogInnen und -assistentInnen, aber auch der Kinder zu unterstützen. Die Lärmampeln der GdG-KMSfB werden als Nächstes im Burgenland zum Einsatz kommen.

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