Gesunde Arbeit

Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen

Kriterien zur qualitätsbewussten Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtung

„Echte Entwicklung braucht ein starkes Fundament“ – so die Kernaussage eines Salzburger Arbeitspsychologie-Teams, wenn es um die Umsetzung eines qualitätsbewussten Evaluierungsprozesses geht. Welche Aspekte dabei wichtig sind, haben Karin Hagenauer (AK Salzburg) und Christian Franz (MAPS Salzburg) für Sie kurz zusammengefasst.
Ablauf des Evaluierungsprozesses
Ablauf des Evaluierungsprozesses Ablauf des Evaluierungsprozesses

Wie bereits erwähnt, hapert es nach wie vor bei der konkreten und qualitativ hochwertigen Umsetzung des Prozesses zur Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen. Als ExpertInnen auf diesem Gebiet haben sich mittlerweile Arbeitspsychologinnen und -psychologen als Ansprechpersonen für Erhebung und Bewertung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz hervorgetan. Ein Team von Salzburger ArbeitspsychologInnen hat einzelne Schritte im Evaluierungsprozess – hinsichtlich besonderer Anforderungen an Inhalte und Methoden – konkret ausgearbeitet. Das ist als Hilfestellung für die Arbeitgeber zu verstehen. Denn nur so können einem Evaluierungsprozess auch sinnvolle Maßnahmen für die Belegschaften nachfolgen. Hagenauer: „Die Annahme ‚Hauptsache irgendwie‘ ist kontraproduktiv!“

Was sind nun wichtige Qualitätskriterien – eine Auswahl
Projektmanagement nach Konzept
Theoretisches Grundkonzept zur Wahl des passenden Erhebungsinstruments und für die daraus folgende Maßnahmenerarbeitung unbedingt notwendig. Devise: „Ohne Planung kein Prozess.“

Beiziehung externer ArbeitspsychologInnen
Sie sind die ExpertInnen für psychische Gesundheit und haben das erforderliche Fachwissen. Die Rolle des unvoreingenommenen Beobachters von außerhalb der Firma kann helfen, Konflikte oder heikle Themen aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Einbindung der Belegschaft und Präventivkräfte
Betriebsrätinnen und -räte und SVP sind als Stimme der Belegschaft unbedingt mit ins Boot zu holen. Synergien zwischen den Präventivfachkräften sollen genutzt werden, um Ressourcen zu sparen und um den Prozess nicht aus den Augen zu verlieren.

Tätigkeitsgruppen und Erhebungsbereiche klar definieren
Wichtige Überlegungen: Wird jede Art von Arbeitsplatz erhoben? Wurde kein Bereich vergessen bzw. ist die Stichprobe ausreichend und damit repräsentativ?

Ermittlungsverfahren qualitativ ausreichend?
Die DIN 10075-3 definiert Qualitätskriterien für Testverfahren. Expertinnen oder Experten in psychologischer Diagnostik helfen.

Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen
Nach Umsetzung der Maßnahmen ist deren Prüfung mittels geeigneter Instrumente nötig. Der Vergleich mit vorher ist hier unumgänglich.

Genauere Infos erhalten Sie bei Interesse von der Salzburger Arbeitsgruppe.


Mitglieder der Salzburger Arbeitsgruppe
Mag.a Karin Hagenauer, karin.hagenauer@ak-salzburg.at
Mag.a Edda Halina Gruber, gruber.salzburg@boep.or.at
Christian W. Franz, MSc, christianwalter.franz@maps.co.at
Dr. Erich Gattinger, erich.gattinger@maps.co.at

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