Gesunde Arbeit

Durstlöscher an heißen Tagen

Der Sommer ist da - und mit ihm steigende Temperaturen! Gerade bei Hitze bedarf es nicht nur leichter Speisen, sondern auch ausreichend Flüssigkeit, um fit und munter zu bleiben.

Der Körper eines Erwachsenen besteht zu 60 - 70 % aus Wasser und versucht sein Möglichstes, um diesen Wert durch diverse Regulationsmechanismen konstant zu halten. Der Trinkbedarf liegt bei 30 ml pro Kilo Körpergewicht. So sollte ein 60 kg schwerer Mensch auf rund 1,8 l Getränke pro Tag kommen.
Schon kleine Verluste an Flüssigkeit haben enorme Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Gleichzeitig mit einer Minderung der Leistungsfähigkeit kommt es zu Störungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie des Erinnerungsvermögens.

Bereits bei 0,5 % weniger Wassergehalt signalisiert uns der Körper: „Durst!“ Gut, dass dieses Gefühl sich schon relativ früh meldet, denn bei 2 - 3 % Verlust kommt es bereits zu verminderter Ausdauer, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und eventuell sogar zu gestörter Temperaturregulation. Bei 4 - 8 % lässt die Kraft nach und es kommt zu Krämpfen. Darüber hinaus drohen Erschöpfung, Kollaps oder Hitzeschlag - bis hin zur Lebensgefahr.

Die optimalsten Durstlöscher für die heiße Jahreszeit sind:

  • Mineral- und Leitungswasser
  • gekühlte, ungezuckerte Kräuter- oder Früchtetees
  • stark verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte
  • sowie auch aufgespritzte Fruchtmolke

Auch buntes Obst und Gemüse sind als eine Alternative zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs möglich, da diese bis zu 90 % Wasser enthalten können. Gurken, Tomaten, Wassermelonen und Erdbeeren eigenen sich dazu besonders gut.

Weniger empfehlenswert bei Hitze:

  • Limonaden, Cola-Getränke, Fruchtnektare und Fruchtsaftgetränke sind wegen des hohen Zuckergehaltes nicht empfehlenswert, auch wenn sich Eistee oder ähnliches verlockend und gesund anhören. Durchschnittlich enthalten sie rund 32 Stück Würfelzucker pro Liter! Das ist nicht nur kalorientechnisch nicht zu unterschätzen, sondern auch für Darm und Niere eine große Herausforderung.
  • Kaffee, schwarzer aber auch grüner Tee sind auch nur in Maßen ratsam. Entgegen früheren Vermutungen entzieht das Koffein bzw. Teein zwar nicht mehr Wasser als zugeführt wurde, aber sie gehören zu den Genussmitteln - und diese sollten überlegt eingesetzt werden.
  • Alkoholische Getränke stellen in erster Linie ein Genussmittel dar. Sie erschweren Niere und Leber die Arbeit - und durstlöschend sind sie auch nicht. Im Gegenteil, der Körper verlangt nach zusätzlichem Wasser. So liefert ein Achtel Wein etwa 100 kcal, ein großes Bier ca. 250 kcal.
    Alkohol sollte auch aus diesem Grund nur in Maßen getrunken werden.

Bei jeder sportlichen Betätigung steigt der Flüssigkeitsbedarf des Körpers noch zusätzlich an, und mit jedem Tropfen Schweiß verliert er Mineralstoffe und Spurenelemente. Für Hobbysportler ist daher ein mit (am besten stillem) Mineralwasser verdünnter Fruchtsaft mit einer Prise Salz die beste Versorgung.

Tipps und Empfehlungen:

  • Richten Sie sich gleich morgens Ihren Vorrat her.
  • Stellen Sie die Getränke in Reich- und Sichtweite auf.
  • Besorgen Sie sich ein „besonderes“ Trinkgefäß, das zum Hingreifen animiert.
  • Trinken Sie nach jeder Toilettenpause ein kleines Glas – das bedingt die nächste Pause ;-)
  • Gestalten Sie die Getränkeauswahl abwechslungsreich. Schon ein paar Zitronenscheiben im Wasserkrug verändern den Geschmack.

Dieser Ernährungstipp wurde uns zur Verfügung gestellt von:
Flotte Lotte Kochwerkstatt
Mag. Nicole Seiler
www.flotte-lotte.at

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