Gesunde Arbeit

Europäische Woche 2018: Gefährliche Arbeitsstoffe im Fokus

Während der Europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit von 22. bis 26. Oktober 2018 kommen Arbeitnehmer mit Führungskräften und Arbeitsschutzexperten zusammen, um über das Thema gefährliche Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz aufzuklären, sich über gute praktische Lösungen auszutauschen und ein wirksames Arbeitsschutzmanagement zu fördern.
Sujet der EU-OSHA-Kampagne 2018-2019 Gefährliche Arbeitsstoffe erkennen und handhaben
Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2018 Europäische Woche 2018
Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2018 Europäische Woche 2018

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und ihre Partner markieren die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit jedes Jahr mit Aufklärungsveranstaltungen innerhalb und außerhalb der EU. Das diesjährige Thema, das vom 22. bis 26. Oktober im Mittelpunkt vieler interessanter Aktivitäten steht, ist die Erkennung und Handhabung gefährlicher Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz.

Gefährliche Arbeitsstoffe sind an fast jedem Arbeitsplatz zu finden. In der Erhebung ESENER-2 der EU-OSHA gaben 38 % der Unternehmen in der EU an, dass in ihren Betrieben chemische oder biologische Stoffe in Form von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Staub auftreten. Während der Europäischen Woche kommen Arbeitnehmer mit Führungskräften und Arbeitsschutzexperten zusammen, um über das Thema gefährliche Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz aufzuklären, sich über gute praktische Lösungen auszutauschen und ein wirksames Arbeitsschutzmanagement zu fördern.

Die EU-OSHA arbeitet mit einem weit verzweigten Netz nationaler Focal Points, offiziellen Kampagnenpartnern , Medienpartnern  und Arbeitsschutzbotschaftern des Enterprise Europe Network  zusammen. Sie alle versuchen, während der Europäischen Woche für das Thema zu sensibilisieren, indem sie zahlreiche Veranstaltungen, darunter Konferenzen, Wettbewerbe, Schulungen, Ausstellungen und Events zur Vernetzung und zum Austausch über gute praktische Lösungen, organisieren.

Zu den Aktivitäten der Focal Points zählen ein Seminar über gute praktische Lösungen in Kroatien, in dessen Mittelpunkt der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gemischen steht. Derweil werden Unternehmen in Finnland Besuche zum Austausch über gute praktische Lösungen und in Rumänien Veranstaltungen zur Förderung des Arbeitsschutzes und der Einbindung der Sozialpartner geboten. In Slowenien, Ungarn, Polen, Lettland, Italien und Bulgarien steht bei verschiedenen Seminaren die Chemikaliensicherheit im Mittelpunkt.

Die Medienpartner beteiligen sich unter anderem durch die Veröffentlichung von Artikeln im Magazin Gesunde Arbeit in Österreich, durch das Stiftungszentrum für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Bulgarien und durch die breit angelegte Aussendung von Informationen in sozialen Medien über ganz Europa hinweg. In Mazedonien bietet das Fachmagazin Tutela während der Europäischen Woche täglich Veranstaltungen, von Betriebsbesuchen bis hin zu Aufklärungssitzungen in Schulen.

Die European Safety Federation, einer der offiziellen Kampagnenpartner, hält einen Workshop zur neuen PSA-Verordnung ab, während die European Firefighters Unions Alliance ein Seminar über gefährliche Stoffe im Arbeitsumfeld von Feuerwehrleuten organisiert. Das Bauunternehmen Sando veranstaltet eine Konferenz über innovative Präventionstechnologien.

Die Direktorin der EU-OSHA, Dr. Christa Sedlatschek, gab Folgendes zu Buche: „Unsere ESENER-Erhebung zeigt, dass gefährliche Arbeitsstoffe in allen Wirtschaftszweigen vorkommen, zum Beispiel in traditionellen Industrien wie der Baubranche und dem verarbeitenden Gewerbe, wo mehr als 50 % aller EU-Unternehmen betroffen sind, oder in der Landwirtschaft, in der 62 % der Betriebe in der EU betroffen sind. Wir versuchen, Arbeitnehmern, Geschäftsleitern und der Umwelt zu dienen, indem wir Untersuchungen durchführen, eine Vielzahl praktischer Hilfen zusammenstellen und über die Bedeutung des aktiven Umgangs mit gefährlichen Stoffen aufklären.“

Beim aktuellen Wettbewerb für gute praktische Lösungen im Rahmen der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2018-2019 werden Organisationen ausgezeichnet, die sich aktiv mit der Handhabung gefährlicher Stoffe auseinandersetzen. Der Wettbewerb steht in zahlreichen Ländern weiterhin zur Teilnahme offen. Jeder Mitarbeiter einer Organisation, die durch ein herausragendes oder innovatives Konzept beim Umgang mit gefährlichen Stoffen beeindruckt oder inspiriert, kann mit dem jeweils zuständigen nationalen Focal Point eine Bewerbung diskutieren. Sollte die Organisation dagegen weiterhin Rat bezüglich der bestmöglichen Handhabung gefährlicher Arbeitsstoffe bei der Arbeit benötigen, kann sie von der neuen Datenbank zu praktischen Tools und Leitlinien der EU-OSHA Gebrauch machen.

Die EU-OSHA hat überdies ihr Kampagnen-Toolkit für 2018-2019 neu gestaltet. Es enthält viele neue Beispiele für gute praktische Lösungen und bietet praktische Hinweise zur Durchführung einer wirkungsvollen Kampagne zu einer Reihe von Arbeitsschutzthemen, darunter auch zu gefährlichen Arbeitsstoffen.


Liste der Veranstaltungen in ganz Europa: https://healthy-workplaces.eu/de/media-centre/events

Facebook-Seite zur Europäischen Woche: https://www.facebook.com/events/680506252310158/

Website zur Kampagne: www.healthy-workplaces.eu/de

Twitter: #DangerousSubstances und #EUHealthyWorkplaces

Infos auf der Kampagnen-Website

Infos auf der Website der Arbeitsinspektion

Infos auf gesundearbeit.at

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