Gesunde Arbeit

Marina gewinnt Filmpreis Gesunde Arbeitsplätze 2018

Der Film Marina von Julia Roesler erzählt die Geschichte von Marina, einer isolierten rumänischen Pflegerin in Deutschland. Er bietet einen nachdenklich stimmenden Einblick in die Ausbeutung von Wanderarbeiterinnen und die täglichen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.
Pflegerin Marina Pflegerin Marina
Filmplakat Marina Filmplakat Marina

Der Gewinner des Filmpreises, der für den besten Film zum Thema Arbeit verliehen wird, ist der Film Marina von Julia Roesler aus Deutschland.

Der preisgekrönte Film erzählt die Geschichte von Marina, einer isolierten rumänischen Pflegerin in Deutschland, und spiegelt das Leben der vielen, von der Regisseurin befragten Frauen wider, die ihre Heimat in Osteuropa verlassen haben, um im Westen Arbeit als Pflegerinnen zu finden. Der Film bietet einen nachdenklich stimmenden Einblick in die Ausbeutung von Wanderarbeiterinnen und die täglichen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.

Die Jury war von der ansprechenden Weise, in der dieser Film gemacht wurde, beeindruckt und wies darauf hin, dass er „das Publikum gut anspricht“ und „die globale Arbeitshierarchie beleuchtet, in der durch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ein Ungleichgewicht auf dem Weg zum Wohlstand anderer entsteht.“

Der Filmpreis „Gesunde Arbeitsplätze“ ist eine Auszeichnung für herausragende Dokumentar- oder Animationsfilme, die die Erfahrungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Mittelpunkt stellen und Themen wie die Auswirkungen des wirtschaftlichen und politischen Wandels auf die Arbeit, Risiken am Arbeitsplatz sowie psychische Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz untersuchen. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) unterstützt den Filmwettbewerb zum Thema „Gesunde Arbeitsplätze“, der vom Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) ausgerichtet wird.

Die EU-OSHA ist stolz darauf, diesen Preis zu unterstützen, der:

  • die Sensibilisierung für wichtige Aspekte der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz unterstützt,
  • sichere und gesunde Arbeitsplätze in Europa fördert,
  • zu einer immer größer werdenden Bibliothek an Filmen über die Arbeit beiträgt und
  • talentierte Regisseurinnen und Regisseure inspiriert, Filme mit Bezug auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu machen.

Trailer Marina

Aperti al pubblico von der Italienerin Silvia Bellotti wurde in der Kategorie „Besondere Erwähnung“ gewürdigt. Es ist ein „Fly-on-the-Wall“-Film, der die lähmende Bürokratie im Amt für Wohnungen in Neapel gnadenlos einfängt.

Zu den weiteren Nominierungen dieses Jahres zählen ein Dokumentarfilm, der das Leben und die Arbeit auf einem kleinen österreichischen Bauernhof untersucht und sich gegen ressourcenvernichtende landwirtschaftliche Praktiken stellt, ein polnischer Film, in dem ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter einen Arbeitstag in einer Fabrik nachspielen, die es gar nicht mehr gibt, sowie ein Film, der einen Einblick in den Arbeitsalltag von Fahrradkurieren in Paris gibt.

Die Regisseurin des Siegerfilms erhält ein Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro. Darüber hinaus wird der Film mit Untertiteln in mehreren europäischen Sprachen versehen. Er wird über eine elektronische Plattform dem Netzwerk nationaler Kontaktstellen der EU-OSHA zur Verfügung gestellt, die dann spezielle Vorführungen und Diskussionen organisieren.

Das DOK Leipzig zeigt über 300 Filme aus über 50 Ländern sowie über 100 Welt- und internationale Premieren und zieht jedes Jahr mehr als 47 000 Besucher an. Das Festival bietet die Gelegenheit, hervorragendes Filmschaffen ins Rampenlicht zu rücken und zentralen Fragen zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aufzuwerfen.


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