Gesunde Arbeit

Gute praktische Lösungen für gesunde Arbeitsplätze von der EU-OSHA ausgezeichnet

Im Rahmen der Kampagne der EU-OSHA „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ zeichnete die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gute praktische Lösungen für gesunde Arbeitsplätze aus und stellte die innovativen Maßnahmen für ein nachhaltiges Arbeitsleben vor.

Im Vorfeld des Welttages für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit am 28. April 2017 fand die Preisverleihung des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen für gesunde Arbeitsplätze in Valletta, Malta statt. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) stellte mit den ausgezeichneten Beiträgen erfolgreiche Maßnahmen vor, die europäische Organisationen ergriffen haben, um ihre Arbeitsplätze für Arbeitnehmer jeden Alters sicherer und gesünder — und damit produktiver zu machen.

Die maltesische Präsidentschaft des Rates der EU war Gastgeber der Verleihung des Preises für gute praktische Lösungen für gesunde Arbeitsplätze, die am 26. April 2017 im Rahmen ihrer Dreiparteien-Konferenz für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit „Safeguarding Vulnerable Groups“ (Schutzbedürftige Gruppen schützen) stattfand. Der Wettbewerb ist ein wesentliches Element der Kampagne 2016-17 „Gesunde Arbeitsplätze - für jedes Alter“  und soll innovative Maßnahmen von Organisationen zur Förderung eines nachhaltigen Arbeitslebens aufzeigen.

Zur Eröffnung der Konferenz erklärte die maltesische Ministerin für sozialen Dialog, Verbraucherfragen und bürgerliche Freiheiten, Frau Dr. Helena Dalli: „Die maltesische Ratspräsidentschaft hat es sich zum Leitsatz gemacht, alles, was sie tut, in erster Linie an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten. Viele europäische Arbeitnehmer über 50 Jahre sind der Meinung, dass sich ihre Arbeit nachteilig auf ihre Gesundheit auswirkt. Wir hoffen, dass die Auszeichnungen Unternehmer in der gesamten EU und in Malta dazu ermutigen werden, Schritte einzuleiten, um die Arbeitsplätze für ihre Arbeitnehmer sicherer, gesünder und gerechter zu machen.“

Frau Dr. Christa Sedlatschek, Direktorin der EU-OSHA, stellte im Zusammenhang mit sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen während des gesamten Arbeitslebens fest: „Die Erwerbstätigen in Europa altern, und in vielen Ländern wird das Renteneintrittsalter angehoben. Durch die Einführung bewährter Verfahrensweisen beim Altersmanagement können Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schützen und die Zukunft ihrer Unternehmen sichern. Mit diesem Wettbewerb motivieren wir relevante Interessenträger, stellen Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen bereit und schaffen in ganz Europa eine Präventionskultur.“

Aus allen Teilen Europas haben unterschiedlich große Organisationen aus verschiedenen Wirtschaftszweigen Beiträge zum Wettbewerb eingereicht. Die ausgezeichneten und die empfohlenen Beispiele waren nachweislich erfolgreich, nachhaltig und auf andere Arbeitsplätze übertragbar.

Die Gewinner
Zu den Gewinnern gehören unter anderem

  • der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel, der eine neue Abteilung speziell eingerichtet hat, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in der Lage sind, länger im Unternehmen tätig zu bleiben;
  • ein deutscher Reifenhersteller, der eine unternehmensweite Datenbank mit Stellenangeboten und Erfordernissen von Mitarbeitern eingerichtet hat, um die Umbesetzung und Integration von Arbeitnehmern mit besonderen Bedürfnissen zu verbessern;
  • ein finnisches Bauunternehmen im Familienbesitz, das Anstrengungen unternimmt, um die Zahl der schweren Arbeitsunfälle bis 2020 auf Null zu senken,
  • und ein spanischer Autohersteller, der Maßnahmen ergriffen hat, um die Arbeit auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter zuzuschneidern und Arbeitsplatzrisiken individuell zu bewerten.
Newsletterauswahl

Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzerklärung zu.

Eine Initiative von ÖGB und ÖGB © Gesunde Arbeit 2021